23 April 2026, 18:05

Sachsen-Anhalt verbietet Schülerpraktika bei der AfD-Fraktion im Landtag

Deutsches Propagandaplakat aus dem Zweiten Weltkrieg, das Soldaten in Helmen mit Waffen zeigt, mit dem Text "Wiener Kommmerzial Bank" unten.

Sachsen-Anhalt verbietet Schülerpraktika bei der AfD-Fraktion im Landtag

Schulen in Sachsen-Anhalt haben Schülern untersagt, Praktika bei der Landtagsfraktion der AfD zu absolvieren. Die Entscheidung betrifft in diesem Jahr die Initiative Girls' und Boys' Day, für die über 20 Jugendliche Plätze bei der Partei beantragt hatten. Landesbeamte begründen den Schritt mit dem Schutz verfassungsmäßiger Werte.

Das Verbot folgt auf Bedenken, die Bildungsminister Jan Riedel geäußert hatte. Er bezeichnete das Programm der AfD als antidemokratisch und menschenverachtend. Zudem verwies er auf die Einstufung der Partei als rechtsextrem in Teilen Deutschlands und erklärte, eine Zusammenarbeit sei unangemessen.

Riedel betonte die Verantwortung der Schulen, demokratische Grundsätze zu wahren. Seine Haltung entspricht der zunehmenden kritischen Prüfung der politischen Positionen der AfD.

Die AfD lehnte die Entscheidung als politisch motiviert ab. Ulrich Siegmund, Vorsitzender der Landtagsfraktion, argumentierte, die Fraktion agiere als eigenständige juristische Person und sei von der Partei zu trennen. Trotz dieser Unterscheidung bleibt das Verbot bestehen.

Durch die Regelung können in diesem Jahr keine Schüler ein Praktikum bei der AfD-Fraktion im Landtag absolvieren. Der Schritt spiegelt die anhaltende Debatte über die Vereinbarkeit der Partei mit den Werten des Grundgesetzes wider. Schulen werden die Jugendlichen nun auf alternative Praktikumsplätze verweisen.

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