06 May 2026, 14:08

"Scientology-Speedrun": Warum Jugendliche jetzt Sekten-Zentren stürmen

Politischer Cartoon betitelt "Der politische Wettkampf", der eine Gruppe von Menschen in verschiedenenfarbigen Kleidern mit einer Person in der Mitte auf dem Boden zeigt.

"Scientology-Speedrun": Warum Jugendliche jetzt Sekten-Zentren stürmen

TikTok-Trend „Scientology-Speedrun“ erreicht Deutschland

Ein TikTok-Trend mit dem Namen Scientology-Speedrun hat Deutschland erreicht. Dabei stürmen vor allem junge Menschen Scientology-Zentren, um so weit wie möglich in die Gebäude vorzudringen, bevor sie gestoppt werden. Die Aktion hat in den USA bereits zu Polizeieinsätzen und verschärften Sicherheitsvorkehrungen in einigen Niederlassungen geführt.

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In Deutschland tauchte der Trend erstmals am Scientology-Zentrum in der Otto-Suhr-Allee im Berliner Bezirk Charlottenburg auf. Eine lokale Bloggerin, @larahertha, organisierte dort einen solchen „Speedrun“ und wurde bei ihrer Ankunft von der Polizei gestellt.

Scientology, das in Deutschland nach eigenen Angaben etwa 3.600 Mitglieder zählt, hat mit verstärkten Sicherheitsmaßnahmen reagiert. In den USA wurden an einigen Standorten sogar Türklinken entfernt, um Eindringlinge abzuhalten. Die Kernaufgabe der Organisation bleibt jedoch die Verbreitung ihrer Lehren und die Erschaffung sogenannter Clears – Menschen, die sie als „vollendete Wesen“ bezeichnet.

Teilnehmende des Trends kündigten an, als nächstes den Bundestag, den deutschen Parlamentssitz, ins Visier zu nehmen. Allerdings kann Hausfriedensbruch in Deutschland mit Geldstrafen oder sogar bis zu einem Jahr Haft bestraft werden. Gleichzeitig wird die Aktion auch als Form des Protests gesehen – vor dem Hintergrund der langjährigen Vorwürfe gegen Scientology wegen seiner Praktiken und rechtlichen Stellung.

Der Scientology-Speedrun hat bereits an mehreren Orten für Störungen gesorgt. Deutsche Behörden könnten rechtlich gegen Beteiligte vorgehen, da das Land strenge Gesetze zum Hausfriedensbruch hat. Währenddessen steht die Organisation weiter in der öffentlichen Kritik, während der Trend online an Fahrt aufnimmt.

Quelle