01 April 2026, 00:04

Sixt attackiert EU-Pläne zur Elektrifizierung von Nutzfahrzeugflotten als "Verbot durch die Hintertür"

Balkendiagramm, das die Anzahl der Elektrofahrzeuge in den USA zeigt, mit der Angabe der gesamten installierten Kapazität von BMW auf einem weißen Hintergrund.

Sixt attackiert EU-Pläne zur Elektrifizierung von Nutzfahrzeugflotten als "Verbot durch die Hintertür"

EU-Pläne zur Elektrifizierung von Nutzfahrzeugflotten stoßen auf scharfe Kritik von Sixt

Der Vorstoß der EU, gewerbliche Fahrzeugflotten zu elektrifizieren, hat beim Autovermietungsriesen Sixt heftige Kritik ausgelöst. Unternehmenschef Konstantin Sixt warnte, die neuen Vorschriften würden als "Hintertür-Verbot für Verbrennungsmotoren" fungieren. Zudem verwies er auf steigende Kosten, praktische Hindernisse und eine wachsende Abhängigkeit von chinesischen Batterieherstellern.

Die geplante Verordnung ist Teil des Automobil-Pakets der Europäischen Kommission, das Ende 2025 erstmals vorgestellt wurde. Derzeit laufen Verhandlungen zwischen dem Europäischen Parlament und dem Rat, um die Details zu finalisieren.

Laut den EU-Plänen müssen Deutschlands gewerbliche Flotten rasant auf Fahrzeuge mit niedrigen oder null Emissionen umsteigen. Die Vorgabe sieht vor, dass bis 2030 bereits 83 Prozent der Flotte umgestellt sein müssen, bis 2035 sogar 95 Prozent. Zwar zielen diese Quoten darauf ab, die Emissionen drastisch zu senken – doch in der Branche wächst die Sorge.

Sixt-Chef Konstantin Sixt betonte die finanziellen Folgen und prognostizierte höhere Mietpreise durch die Umstellung auf E-Fahrzeuge. Zudem verwies er auf logistische Herausforderungen, etwa bei der Ladeinfrastruktur und den Batterie-Lieferketten. Sein Unternehmen warnt, dass Europas Abhängigkeit von chinesischen Batterieproduzenten zusätzliche Risiken berge.

Das Automobil-Paket wurde von der Kommission im Dezember 2025 verabschiedet, doch konkrete Kompromissvorschläge sind noch nicht öffentlich. Während die Diskussionen andauern, hat sich auch die Umsetzung des damit verbundenen IAA-Vorschlags verzögert – einige Punkte bleiben damit vorerst ungeklärt.

Die EU treibt ihre Elektrifizierungspläne zwar voran, doch der Widerstand von Unternehmen wie Sixt zeigt, welche praktischen und wirtschaftlichen Hürden noch zu überwinden sind. Angesichts der verschärften Vorgaben müssen Politik und Wirtschaft nun Lösungen für Kostendruck, Infrastrukturengpässe und Lieferkettenrisiken finden. Die endgültige Ausgestaltung hängt von den laufenden Verhandlungen zwischen Parlament und Rat ab.

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