"Sketchy Muslims": Wie zwei Frauen in London die Comedy-Szene revolutionieren
Marie Richter"Sketchy Muslims": Wie zwei Frauen in London die Comedy-Szene revolutionieren
Eine neue, von Frauen geführte Muslim-Comedy-Gruppe sorgt in London für Furore.Sketchy Muslims, gegründet von Noor Sobka und Luna Al-Kaisy, feiert am 8. und 9. Mai im Poplar Union in Ostlondon seine erste Live-Show. Die Gruppe verbindet scharfen Humor mit Alltagserlebnissen von Muslimen – stets halal, aber weit entfernt von peinlichen Klischees.
Sobka und Al-Kaisy lernten sich bei einem Workshop für arabische Autor:innen in London kennen. Ihre gemeinsame Begeisterung für US-Sitcoms führte 2025 zur Gründung von Sketchy Muslims. Die Sketche der Gruppe speisen sich aus Kindheitserinnerungen, kulturellen Eigenheiten und dem realen Leben muslimischer Frauen.
Das Ensemble vereint Künstler:innen mit unterschiedlichen Wurzeln, darunter somalische, pakistanische und libysche Performende. Statt auf explizite Inhalte setzt die Truppe auf kluges Schreiben und authentische Figuren. Ihr Motto – „halal, aber nicht peinlich“ – kommt an: Die Samstagsshow ist bereits ausverkauft, und auch die Tickets für Freitag gehen schnell weg.
Finanziert durch Crowdfunding und Unterstützung muslimischer Unternehmen, will Sketchy Muslims über Sketch-Comedy hinauswachsen. Die Gründerinnen träumen von einer größeren Plattform für muslimische Kreativschaffende – mit Stand-up-Formaten und Networking-Events. Ihr Ziel ist klar: muslimische Künstler:innen ins Rampenlicht rücken und Barrieren in der Unterhaltungsbranche abbauen.
Die Premieren im Poplar Union markieren einen Meilenstein für Sketchy Muslims. Die starken Ticketverkäufe zeigen, wie sehr das Publikum nach diesem Humor dürstet. Mit Expansionsplänen könnte die Gruppe bald zu einer wichtigen Stimme für muslimische Talente in Großbritannien werden.






