07 May 2026, 00:07

Solinger Seniorenbeirat kritisiert 10-Euro-Eintritt für Marktfest als unsozial

Plakat mit einem Insulinfläschchen auf der rechten Seite und Text, der besagt, dass die Insulin Kosten für Senioren auf 35 Dollar pro Monat begrenzt sind und für alle dasselbe gelten soll.

Solinger Seniorenbeirat kritisiert 10-Euro-Eintritt für Marktfest als unsozial

Der Solinger Seniorenbeirat hat Bedenken gegen die Eintrittsgebühr von 10 Euro für das Gräfrather Marktfest geäußert. Kritiker argumentieren, dass die Kosten ältere Bürger unzumutbar belasten – insbesondere Rentner mit kleinen Einkommen. Der Beirat fordert nun erschwinglichere Alternativen, um die Teilhabe aller zu gewährleisten.

Im Mittelpunkt der Kritik steht die Gebühr von 10 Euro, von der lediglich 2 Euro als Essensgutschein zurückerstattet werden. Die Veranstalter rechtfertigen die Kosten mit gestiegenen Sicherheitsausgaben, doch der Beirat hinterfragt, ob die Besucher diese finanzielle Last tragen sollten. Viele Senioren in Solingen lebten am Existenzminimum, betont der Beirat, sodass selbst kleine Ausgaben zur Belastung würden.

Für ältere Menschen seien Veranstaltungen wie das Gräfrather Marktfest von zentraler Bedeutung, um soziale Kontakte zu pflegen und Einsamkeit zu vermeiden. Der Beirat warnt, dass die aktuelle Gebühr genau diejenigen ausschließe, die auf solche Treffen am meisten angewiesen seien. Statt die Gebühr komplett abzuschaffen, schlägt der Beirat gestaffelte Preise oder Seniorenrabatte vor, um die Belastung zu verringern.

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Die Debatte beschränkt sich nicht auf diese einzelne Veranstaltung, sondern berührt grundsätzliche Fragen zur Bezahlbarkeit des Gemeinschaftslebens. Altersarmut ist ein wachsendes Problem, und der Beirat betont, dass soziale Teilhabe bei der Planung öffentlicher Aktivitäten Priorität haben müsse.

Der Vorstoß des Beirats für fairere Preise spiegelt die finanzielle Realität vieler Solinger Senioren wider. Würden die Vorschläge umgesetzt, könnten das Marktfest und ähnliche Veranstaltungen zugänglicher werden. Das Ergebnis dieser Diskussion könnte richtungsweisend dafür sein, wie künftig Gemeinschaftsveranstaltungen Kosten und Inklusion in Einklang bringen.

Quelle