Sparpläne der Regierung: Wohngeld-Kürzungen treffen eine Million Haushalte hart
Marie RichterSparpläne der Regierung: Wohngeld-Kürzungen treffen eine Million Haushalte hart
Die Sparpläne der Bundesregierung geraten wegen der Kürzungen bei den Wohnungsbauhilfen in die Kritik. Experten warnen, dass die geplanten Streichungen über eine Million Haushalte treffen werden, die bereits mit hohen Mieten kämpfen. Der Ökonom Ulrich Rock bezeichnet die Maßnahmen als „höchst bedenklich und kontraproduktiv“.
Die Regierung beabsichtigt, die Bundesmittel für Wohngeld um eine Milliarde Euro zu kürzen. Rock argumentiert, dass dieser Schritt nach hinten losgehen werde, da er mehr Menschen in die Grundsicherung dränge und mögliche Einsparungen zunichtemache. Er weist darauf hin, dass viele gefährdete Haushalte bereits fast die Hälfte ihres verfügbaren Einkommens für Miete ausgeben.
Rock widerspricht der Begründung, die steigenden Kosten für Wohngeld rechtfertigten die Kürzungen. Stattdessen macht er die gescheiterte Mietpreisbremse und explodierende Wohnkosten für die finanzielle Belastung verantwortlich. Zudem betont er, dass große Wohnungsunternehmen bis zu 200 Euro pro Wohnung an Aktionäre ausschütten – teilweise finanziert durch Steuergelder.
Der Ökonom nennt die geplante Kürzung „symbolisch und wirkungslos“ für die Haushaltskonsolidierung. Er fordert die Politik auf, stattdessen die Mieten zu senken, anstatt die Unterstützung zu streichen. Ohne stärkeren Mieterschutz, warnt er, würden die Schwächsten die Hauptlast der Änderungen tragen.
Die geplanten Kürzungen würden das Wohngeld für über eine Million Haushalte reduzieren. Rocks Analyse legt nahe, dass die Maßnahme die Abhängigkeit von Sozialleistungen erhöhen könnte, statt Geld zu sparen. Seine Kritik unterstreicht den Konflikt zwischen Sparmaßnahmen und den steigenden Lebenshaltungskosten für einkommensschwache Mieter.






