09 March 2026, 20:03

SPD in Baden-Württemberg stürzt auf historisches Tief von 5,5 Prozent ab

Ein Blatt Papier mit einer Zeichnung einer vielfältigen Gruppe von Menschen, einige sitzen und einige stehen, mit dem Text "Die Demokratische Plattform" darüber.

Jusos fordern Mitgliedsurvey nach SPDs Wahlniederlage - SPD in Baden-Württemberg stürzt auf historisches Tief von 5,5 Prozent ab

SPD in Baden-Württemberg erleidet historisches Wahldebakel

Die SPD in Baden-Württemberg hat bei der Landtagswahl im März 2024 ihr schlechtestes Ergebnis aller Zeiten eingefahren. Mit nur noch 5,5 Prozent der Stimmen büßte die Partei mehr als die Hälfte ihres Stimmenanteils von 2021 ein. Die Niederlage hat Forderungen nach tiefgreifenden Reformen innerhalb der Partei ausgelöst.

Die Unterstützung für die SPD im Südwesten sinkt bereits seit Jahren. 2016 hatte sie noch 15,1 Prozent erreicht, 2021 waren es 12,0 Prozent – und nun, mit 5,5 Prozent, markiert das Ergebnis einen historischen Tiefstand.

Mehrere Faktoren trugen zu diesem Absturz bei. Die grünschwarze Koalition unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann blieb bei den Wählerinnen und Wählern beliebt, während die SPD mit internen Konflikten kämpfte. Bundespolitische Themen wie Haushaltsstreitigkeiten und der Aufstieg der AfD schwächten die Partei zusätzlich. Unzufrieden zeigten sich die Bürgerinnen und Bürger zudem mit der Migrationspolitik und der wirtschaftlichen Lage, während CDU (26,5 Prozent) und Grüne (33,5 Prozent) die Wahl dominierten.

Nach der Niederlage kündigte Andreas Stoch an, als Landesvorsitzender und Fraktionschef zurückzutreten. Der Parteinachwuchs, die Jusos, forderte umgehend einen Führungswechsel. Daniel Krusic, Landesvorsitzender der Jusos, argumentierte, die aktuelle Führung sei nicht in der Lage, die Krise zu bewältigen. Stattdessen plädierte er für einen "Neuanfang von der Basis, aus der Mitte unserer Mitgliedschaft". Die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten setzen sich nun für eine Mitgliederabstimmung bei der Wahl der neuen Parteispitze ein.

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Die SPD in Baden-Württemberg steht nun vor der Aufgabe, sich nach ihrer schwersten Wahlniederlage neu aufzustellen. Mit Personalwechseln ist zu rechnen, wobei die Jusos für ein demokratischeres Auswahlverfahren werben. Die künftige Ausrichtung der Partei wird davon abhängen, wie sie auf diese Forderungen reagiert.

Quelle