Spritpreis-Rabatt startet – doch drohen jetzt Tankstellen-Engpässe in Deutschland?
Hannah SchneiderSpritpreis-Rabatt startet – doch drohen jetzt Tankstellen-Engpässe in Deutschland?
Deutschland hat eine temporäre Spritpreisermäßigung eingeführt, um die steigenden Kosten für Autofahrer abzumildern. Die Maßnahme, die die Mineralölsteuer um 17 Cent pro Liter senkt, trat am 1. Mai in Kraft. Doch es bleiben Bedenken wegen möglicher Engpässe, da die Nachfrage stark ansteigt und die globalen Ölpreise weiter klettern.
Wochenlang hatten deutsche Autofahrer mit drastisch gestiegenen Spritpreisen zu kämpfen. Die Lage verschärfte sich, als die Spannungen zwischen Israel, den USA und dem Iran die Ölpreise in die Höhe trieben. Eine Blockade in der Straße von Hormus unterbrach zudem wichtige Versorgungsrouten und erhöhte den Kostendruck.
Noch bis vor kurzem waren die Diesel- und Benzinvorräte in Deutschland stabil geblieben. Doch inzwischen melden einige Tankstellen niedrige Lagerbestände. Eine Zapfsäule in Wolfenbüttel ging wegen regionaler Lieferprobleme sogar das E10-Benzin aus. Behörden warnen zudem vor möglichen Kerosin-Engpässen für Reisende.
Um plötzliche Preissprünge zu verhindern, dürfen Tankstellen seit Anfang April die Preise nur noch einmal täglich anpassen. Dennoch stiegen die Dieselpreise am 30. April mittags im Schnitt noch um 17,7 Cent pro Liter. Die neue Rabattaktion könnte nun zu einem Run auf die Tankstellen führen – und damit das Risiko weiterer Engpässe erhöhen.
Ziel der Spritpreisermäßigung ist es, die Kosten für Autofahrer zu senken. Doch ihre Wirkung hängt von der Stabilität der Versorgung ab. Angesichts der schwankenden Ölpreise und der erwarteten Nachfragesteigerung könnten Tankstellen mit weiteren Lieferengpässen konfrontiert werden. Die Regierung wird die Entwicklung in den kommenden Tagen genau beobachten.






