Steinmeier ebnet den Weg für Deutschlands Olympia-Bewerbung 2036
Deutschlands Chancen auf die Austragung der Olympischen Spiele 2036 erhalten bedeutenden Auftrieb. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich nun öffentlich hinter eine Bewerbung gestellt und damit frühere Zurückhaltung aufgegeben. Seine Unterstützung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Katars Position als Favorit aufgrund regionaler Konflikte ins Wanken gerät.
Steinmeier hatte sich zuvor zurückhaltend gezeigt, was eine deutsche Bewerbung für 2036 betrifft, und stattdessen spätere Ausgaben wie 2040 oder 2044 bevorzugt. Doch mit seiner jüngsten Stellungnahme signalisiert er nun volle Rückendeckung für einen Anlauf 2036 – ein Schub für die Bewerbungen von München, Köln-Rhein-Ruhr und Berlin. Der Bundespräsident hegt seit Langem den Wunsch, die Spiele nach über 60 Jahren wieder nach Deutschland zu holen, nachdem München 1972 Gastgeber war.
Katars Bewerbung für 2036 steht zunehmend in Frage. Der anhaltende Iran-Krieg und jüngste Angriffe auf das Land haben Zweifel an seiner Fähigkeit als Ausrichter geweckt. Diese Entwicklung eröffnet Deutschland neue Möglichkeiten.
Otto Fricke, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), begrüßte Steinmeiers aktualisierte Haltung. Er betonte, dass der Bundespräsident zwar weiterhin 2040 oder 2044 favorisiere, 2036 aber nicht mehr ausschließe. Der DOSB wird am 26. September 2026 die deutsche Kandidatenstadt für die Spiele 2036, 2040 und 2044 bestimmen.
Mit Steinmeiers Rückendeckung stärkt Deutschland seine Position im Rennen um 2036. Nun muss der DOSB entscheiden, welche Stadt – München, Köln-Rhein-Ruhr oder Berlin – die Bewerbung anführen wird. Die endgültige Entscheidung über den Gastgeber trifft das Internationale Olympische Komitee (IOC) in den kommenden Jahren.






