Straßenbahnprojekt in Rautheim blockiert 800 Wohnungen in der Schwebe
Anna SchmittStraßenbahnprojekt in Rautheim blockiert 800 Wohnungen in der Schwebe
Die Zukunft eines großen Wohn- und Straßenbahnprojekts in Rautheim-Möncheberg bleibt ungewiss. Verzögerungen beim Bau der Straßenbahnstrecke haben ein Wohnungsbauvorhaben mit 800 Einheiten in der Schwebe gelassen. Stadtvertreter warnen, dass die Kosten für die Straßenbahnlinie nach Rautheim weiter steigen könnten.
Die geplante Verlängerung der Straßenbahn von der Helmstedter Straße bis nach Rautheim sollte von Anfang an teurer werden als die Erweiterung nach Volkmarode. Mittlerweile wird allein für das Volkmarode-Projekt mit Kosten von rund 58 Millionen Euro gerechnet – ein Anstieg von etwa 17 Millionen Euro gegenüber der ursprünglichen Schätzung.
Mit dem Bau der neuen 3,5 Kilometer langen Straßenbahnstrecke wird vorerst nicht begonnen. Der Stadtrat entscheidet, wann die Arbeiten starten können, und eine Mehrheit könnte den Zeitplan für das Möncheberg-Wohnprojekt verschieben. Die Grünen haben bereits Bedenken wegen möglicher Kostenexplosionen bei der Rautheimer Verlängerung geäußert.
Wohnungsbau und Straßenbahnverlängerung bleiben eng verknüpft, doch ein konkreter Baubeginn ist nicht in Sicht. Steigende Ausgaben gefährden beide Vorhaben, und die Beschlüsse des Stadtrats werden über ihre Zukunft entscheiden. Die Verzögerung lässt den Plan für 800 Wohneinheiten vorerst in Frage stehen.






