Tarifeinigung bei S-Bahn Hannover und Nordwestbahn mit GDL erreicht
Hannah SchneiderLohnabkommen zwischen S-Bahn Hannover, Nordwestbahn und GDL geschlossen - Tarifeinigung bei S-Bahn Hannover und Nordwestbahn mit GDL erreicht
Die S-Bahn Hannover und die Nordwestbahn haben mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) eine neue Tarifeinigung erzielt. Die Vereinbarung entstand nach intensiven nächtlichen Verhandlungen in Berlin und gilt rückwirkend ab März 2023. Beide Unternehmen bezeichnen sie als eine "nachhaltige Lösung", die faire Bezahlung mit langfristiger Finanzplanung in Einklang bringt.
Das auf zwei Jahre angelegte Abkommen betrifft Beschäftigte der S-Bahn Hannover, der Nordwestbahn sowie weiterer Tochtergesellschaften des Mutterkonzerns Transdev. Zwar sind die genauen Mitarbeiterzahlen nicht bekannt, doch beschäftigt Transdev bundesweit rund 8.700 Menschen.
Die Belegschaft erhält im Juni 2023 eine einmalige Zahlung von 1.000 Euro, gefolgt von weiteren 600 Euro im Juni 2024. Die Löhne steigen dann im Oktober 2026 um 2,5 Prozent, eine weitere Erhöhung ist für November 2027 vorgesehen. Zudem sind strukturelle Anpassungen der Entgelt-tabellen ab Februar 2027 geplant.
Die Konditionen entsprechen weitgehend denen, die die Deutsche Bahn bereits Anfang 2023 mit der GDL vereinbart hatte. Beide Unternehmen betonten, der Kompromiss würdige die Leistungen der Beschäftigten und sichere gleichzeitig die finanzielle Stabilität für die Zukunft.
Der Durchbruch gelang nach Marathonverhandlungen, die sich bis tief in die Nacht hinzogen. Die Einigung schafft nun Klarheit über Löhne und Arbeitsbedingungen – mit gestaffelten Erhöhungen und Einmalzahlungen in den kommenden zwei Jahren. Gleichzeitig legt sie den Rahmen für weitere Lohnanpassungen über das Jahr 2027 hinaus fest.