"The Wheelie Show": Ein Tanzspektakel, das Grenzen sprengt und begeistert
Anna Schmitt"The Wheelie Show": Ein Tanzspektakel, das Grenzen sprengt und begeistert
„The Wheelie Show“ – Ein mitreißendes Tanzspektakel jenseits von Grenzen
Eine neue inklusive Tanzperformance, „The Wheelie Show“, begeistert mit frischem Elan und einer energiegeladenen Bühnenshow. Die Produktion vereint Tänzer:innen mit und ohne Behinderung und verbindet Rollschuhe, Rollstühle sowie verspieltes Bühnenrequisit zu einer dynamischen Erkundung des modernen Lebens. Noch bevor der Vorhang sich hebt, lädt das Ensemble das Publikum ein, darüber nachzudenken, wann Menschen im hektischen Alltag wirklich innehalten.
Die Idee zu „The Wheelie Show“ entstand im Rahmen eines Tanzkurses namens „Rolling Good Times“, geleitet von der Choreografin Eng Kai Er und Jana Mahn. Sechs Monate lang probten, experimentierten und entwickelten die sechs Performenden gemeinsam die finale Choreografie. Die Bühne gleicht einem überfüllten Kinderzimmer – übersät mit rollenden Objekten –, was die spielerische, doch zum Nachdenken anregende Stimmung des Stücks unterstreicht.
Die eine Hälfte des Ensembles gleitet auf Rollschuhen über die Bühne, die andere bewegt sich in Rollstühlen. Ihre grell karierten Overalls, verziert mit Sponsorenlogos, betonen das Thema Tempo. Die Dramaturgie der Show oszilliert zwischen ruhigen und chaotischen Momenten und balanciert künstlerische Tiefe mit purer Unterhaltung – ganz im Stil einer klassischen Varietéshow.
Sportliche Anklänge durchziehen die Performance: Rollschuhe imitieren Eishockey-Bewegungen, Pompons werden zu Boxhandschuhen umfunktioniert. Duette entfalten sich mit der Eleganz des Eiskunstlaufs, inklusive kreativer Hebefiguren, bei denen Tänzer:innen auf Rollstühlen balancieren. Diese einfallsreichen Choreografien unterstreichen sowohl das Können der Performenden als auch den verspielt-leichtfüßigen Charakter der Show.
„The Wheelie Show“ hinterfragt auf charmante Weise herkömmliche Vorstellungen von Bewegung und Fähigkeit, ohne dabei an Schwung zu verlieren. Durch die Verbindung von Athletik, Humor und Reflexion bietet das Stück eine einzigartige Perspektive darauf, wie Menschen die Rhythmen des modernen Lebens meistern. Das Publikum verlässt den Saal mit einem neuen Blick auf Tempo, Stille – und die Zwischenräume dazwischen.






