14 March 2026, 14:09

Thüringer Imker hoffen nach mildem Winter auf stabile Bienenvölker

Ein altes Buch mit einer Zeichnung eines Bienenstocks umgeben von Insekten, betitelt mit "Die Ordnung der Bienen oder die wahre Geschichte ihrer Haltung".

Kalter Winter hilft Thüringens Bienen - Sorgen bleiben - Thüringer Imker hoffen nach mildem Winter auf stabile Bienenvölker

Imker in Thüringen blicken nach mildem Winter vorsichtig optimistisch in die Zukunft

Der kalte Jahresverlauf ermöglichte den Bienen eine ungestörte Ruhephase, und bisher wurden keine größeren Verluste bei den Völkern gemeldet. Dennoch bleiben Herausforderungen wie Milbenbefall und das unberechenbare Frühlingswetter eine ständige Bedrohung.

Die Imkerschaft des Bundeslandes, die aus rund 3.000 registrierten Hobbyimkern und nur etwa 10 bis 15 hauptberuflichen Imkern besteht, verzeichnet einen stabilen Jahresbeginn. Wirtschaftliche Faktoren, darunter die Konkurrenz durch günstigeren Import-Honig, halten die Zahl der Berufsimker niedrig. Gleichzeitig schätzt der Thüringer Imkerverband, dass es weitaus mehr nicht gemeldete Enthusiasten gibt, die im ganzen Land Bienenstöcke betreuen.

Varroa-Milbe bleibt größte Gefahr Die Varroa-Milbe stellt weiterhin eine anhaltende Bedrohung dar: Sie schwächt Bienenlarven und verbreitet schädliche Viren und Bakterien. Um dem entgegenzuwirken, laufen Zuchtprogramme, die auf resistentere Honigbienen abzielen. Diese Bemühungen sollen die Verluste an Bienenvölkern verringern – ein Erfolg hängt maßgeblich davon ab, wie gut der Milbenbefall eingedämmt wird.

Früher Frühling: Chance und Risiko zugleich Der frühe Frühling bringt sowohl Chancen als auch Risiken mit sich. Palmkätzchen bieten den Bienen eine wichtige Pollenquelle, um ihre Brut zu versorgen. Doch wenn die Natur zu früh erwacht und plötzlich ein Kälteeinbruch folgt, sind die Tiere gefährdet. Imker beschreiben diese Situation als "zweischneidiges Schwert" – vielversprechend, aber auch prekär.

Die Thüringer Imker beobachten die Entwicklung genau und bleiben zwischen Hoffnung und Wachsamkeit. Dass es keine größeren Winterverluste gab, stimmt zuversichtlich. Doch die Bedrohung durch Milben und unberechenbares Wetter hält sie in Alarmbereitschaft. Der Fokus liegt nun darauf, die Völker zu schützen und Zuchtprogramme zu fördern, um langfristig gesündere Bienen zu sichern.

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