VdK-Präsidentin Bentele fordert Reformen ohne Leistungsabbau in der Krankenversicherung
Anna SchmittVdK-Präsidentin Bentele fordert Reformen ohne Leistungsabbau in der Krankenversicherung
Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, fordert umfassende Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, die steigenden Kosten zu bewältigen, ohne die Leistungen für Versicherte zu kürzen. Die Forderungen kommen kurz vor der Veröffentlichung des Berichts der Gesundheitsfinanzkommission am Montag.
Bentele warnte nachdrücklich vor Leistungsabbau für die Beitragszahler der gesetzlichen Krankenkassen. Gleichzeitig lehnte sie Pläne ab, die beitragsfreie Familienversicherung abzuschaffen – dies würde ihrer Meinung nach Frauen und einkommensschwache Haushalte unverhältnismäßig belasten.
Um die Finanzierung zu stabilisieren, schlug sie vor, die Beitragsbemessungsgrenze anzuheben und die Arten der beitragspflichtigen Einnahmen zu erweitern. Zudem regte sie an, dass Leistungserbringer vorübergehend auf Ausgabensteigerungen verzichten. Strukturveränderungen müssten ihrer Auffassung nach sicherstellen, dass Einnahmen und Ausgaben im Gleichgewicht bleiben – ohne die Versorgungsqualität zu beeinträchtigen.
Die Gesundheitsfinanzkommission erarbeitet derzeit eine Liste mit 60 Maßnahmen zur Kostensenkung im Gesundheitswesen. Bentele erwartet, dass diese Vorschläge die finanzielle Belastung der Versicherten verringern, ohne die Leistungen zu schmälern. Gleichzeitig forderte sie die Bundesregierung auf, gesellschaftliche Kosten stärker in das System zu integrieren.
Benteles Äußerungen unterstreichen den Druck auf das deutsche Krankenversicherungssystem, die Ausgaben zu kontrollieren. Ihr Hauptanliegen bleibt der Schutz der Leistungen und die Vermeidung von Kürzungen, die benachteiligte Gruppen besonders hart treffen würden. Der anstehende Bericht der Kommission wird voraussichtlich die weitere Debatte über Finanzierung und Reformen prägen.






