12 March 2026, 16:02

Verbraucherzentrale warnt vor Fake-Heizölhändlern und Preistricks bei Energieverträgen

Ein Plakat mit Text und Logo, auf dem steht: "Wenn Unternehmen versteckte Gebühren in Familienrechnungen unterbringen, können sie Hunderten von Dollar im Monat aus der Tasche ziehen."

Verbraucherzentrale warnt vor Fake-Heizölhändlern und Preistricks bei Energieverträgen

Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt vor Fake-Heizölhändlern, ungerechtfertigten Energiepreiserhöhungen und fragwürdigen Stornogebühren

Die anhaltenden globalen Spannungen und stark steigenden Ölpreise bergen neue Risiken für Verbraucher:innen – besonders bei der Buchung von Reisen oder dem Abschluss von Verträgen wird zur Vorsicht geraten.

Seit Ende Februar 2026 haben sich die Konflikte zwischen den USA, Israel und dem Iran zugespitzt und den Ölpreis stark in die Höhe getrieben. Die Nordsee-Sorte Brent kletterte zunächst um über 10 Prozent auf 82,37 US-Dollar pro Fass – der höchste Stand seit Juli 2024 – und überschritt bis zum 12. März die Marke von 100 Dollar. Angriffe auf Schiffsrouten in der Straße von Hormus und Lieferengpässe verstärken die Marktvolatilität. Auch die Gaspreise zogen an, woraufhin die OPEC+ ihre Förderung hochfahren will, während die Internationale Energieagentur (IEA) 400 Millionen Fass aus den Reserven freigibt. Experten vergleichen die Lage mit dem Frühjahr 2022, als der Ukraine-Krieg die Preise auf fast 100 Dollar trieb – und warnen, dass weitere Blockaden den Ölpreis auf bis zu 200 Dollar pro Fass treiben könnten.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen nennt drei zentrale Risiken für Verbraucher:innen: Betrügerische Online-Shops für Heizöl verbreiten sich rasant – oft täuschen sie seriöse Anbieter mit gefälschten Siegeln oder irreführenden AGB vor. Gleichzeitig versuchen einige Energielieferanten, trotz gestiegener Einkaufskosten die in Festpreisverträgen vereinbarten Preisbremse zu umgehen. Zudem verlangen Reiseveranstalter teilweise unberechtigte Stornogebühren, obwohl Verbraucher:innen Ostern-Reisen kostenfrei stornieren können, sobald das Auswärtige Amt Reisewarnungen ausspricht.

Um Betrug zu vermeiden, rät die Verbraucherzentrale zu besonnener Entscheidungsfindung und warnt vor überlangen Vertragslaufzeiten – besser seien einjährige Bindungen. Mit dem Fake-Shop-Finder lassen sich verdächtige Websites überprüfen. Kostenlose Beratung gibt es vor Ort, telefonisch oder per Videocall für alle, die Unterstützung benötigen.

Angesichts der instabilen Ölmärkte und zunehmender Betrugsversuche ist besondere Wachsamkeit gefragt. Festpreisverträge im Energiesektor schützen vor plötzlichen Preissprüngen, und Stornierungen bei offiziellen Reisewarnungen dürfen keine Gebühren nach sich ziehen. Die Verbraucherzentrale steht weiterhin mit kostenlosen Angeboten zur Seite, um Verbraucher:innen sicher durch diese Herausforderungen zu begleiten.

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