"37 Mal am Boden": Undav verärgert über Provokationen - VfB Stuttgart verliert knappe Europa-League-Partie gegen Porto
VfB Stuttgart unterliegt FC Porto im Europa-League-Hinspiel mit 1:2
Der VfB Stuttgart hat das Hinspiel im Achtelfinale der Europa League gegen den FC Porto mit 1:2 verloren. Die Stuttgarter stehen nun vor einer schwierigen Aufgabe im Rückspiel und müssen in Portugal gewinnen, um im Wettbewerb zu bleiben. Zuvor richtet sich der Fokus der Mannschaft jedoch kurzfristig auf die Bundesliga, wo sie am Sonntag gegen RB Leipzig um die Qualifikation für die Champions League kämpfen.
Das Spiel nahm für Stuttgart eine ungünstige Wende, nachdem die Abwehr innerhalb von nur sechs Minuten zwei entscheidende Fehler beging. Porto nutzte beide Patzer gnadenlos aus und ging mit zwei Toren in Führung. Trotz des Rückstands zeigten die Gäste keine Anzeichen von Nachlässigkeit und hielten ihr gewohnt hohes Tempo sowie eine kompakte Defensive aufrecht.
Nach dem Spiel üben Stuttgarts Spieler scharfe Kritik an Portos Spielweise. Deniz Undav warf dem portugiesischen Team vor, wiederholt Zeit gespielt und sich unsportlicher Tricks bedient zu haben – allein 37 Mal seien Gegner zu Boden gegangen. Angelo Stiller nannte das Verhalten "beispiellos" und stellte infrage, ob solche Taktiken überhaupt nötig seien. Portos Trainer Francesco Farioli wies die Vorwürfe jedoch zurück und betonte, der Erfolg seiner Mannschaft beruhe auf ihrer Energie und dem konsequenten Konterfußball – ganz im Einklang mit ihren Auswärtsleistungen in dieser Saison.
Undav räumte ein, dass Stuttgart im Rückspiel die eigene Intensität deutlich steigern müsse, um weiterzukommen. Mannschaftskollege Maximilian Mittelstädt pflichtete ihm bei und versprach, das Team werde "mit Feuer im Bauch" nach Portugal reisen. Das Rückspiel wird entscheiden, ob Stuttgarts europäischer Traum weitergeht oder ein vorzeitiges Ende findet.
Zunächst gilt die volle Aufmerksamkeit jedoch dem Bundesliga-Duell gegen RB Leipzig am Sonntag. Ein gutes Ergebnis dort würde die Hoffnungen auf die Champions-League-Qualifikation am Leben halten. Danach richtet sich der Blick wieder ganz auf Porto – nur ein Sieg kann die Stuttgarter im Europa-League-Rennen halten.