26 March 2026, 06:03

VW-Werk Osnabrück: Vom Auto zum Raketenabwehrsystem für Israel?

Schwarzes und weißes Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, umgeben von Metallstangen und -pfählen, beschriftet mit "Neue Eisengießerei, die erste Fabrik in Deutschland."

VW-Werk Osnabrück: Vom Auto zum Raketenabwehrsystem für Israel?

Volkswagen verhandelt mit dem israelischen Rüstungskonzern Rafael über eine Umnutzung seines kränkelnden Werks in Osnabrück. Die Fabrik, in der derzeit das T-Roc Cabrio gefertigt wird, könnte bald Komponenten für das Raketenabwehrsystem Iron Dome produzieren. Der Deal könnte die letzte Rettung für den Standort sein, nachdem Rheinmetall von einer geplanten Übernahme zurückgetreten war.

Das Osnabrücker Werk beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter, doch seine Zukunft ist ungewiss. VW, Deutschlands größter Automobilhersteller, meldete für 2025 schwache Finanzzahlen, was den Druck erhöht, eine Lösung zu finden. Rheinmetall hatte im März 2025 zunächst zugesagt, den Standort für die Produktion von gepanzerten Fahrzeugen zu übernehmen, zog sich später jedoch aus dem Vorhaben zurück.

Nach dem neuen Vorschlag würde das Werk schwere Lkw und Abschussrampen für Rafaels Iron Dome herstellen. Das israelische Unternehmen, einer der drei größten Rüstungskonzerne des Landes, erzielte 2024 einen Umsatz von knapp fünf Milliarden US-Dollar (4,3 Milliarden Euro). Sein Iron Dome hat sich als wirksam erwiesen und in den vergangenen Wochen den Großteil der auf Israel abgefeuerten ballistischen Raketen abgefangen.

Falls der Deal zustande kommt, könnte die Produktion in Osnabrück innerhalb von 12 bis 18 Monaten anlaufen. Der Wandel würde den Großteil der Arbeitsplätze am Standort sichern. Rafael strebt an, das System mit deutscher Unterstützung an europäische Regierungen zu verkaufen, auch wenn noch keine konkreten Käufer genannt wurden. Das Unternehmen entschied sich für Deutschland wegen der hiesigen Ingenieurskompetenz und der israelFreundlichen Haltung.

Die Vereinbarung mit Rafael könnte die Zukunft des Werks nach Rheinmetalls Rückzug sichern. Bei Erfolg würde der Standort von der Automobilproduktion auf Rüstungsgüter umstellen. Die deutsche Regierung unterstützt den Plan, doch die endgültigen Verträge mit europäischen Abnehmern stehen noch aus.

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