14 March 2026, 06:15

WACKER Chemie schreibt 2025 Rekordverlust – und streicht 1.500 Jobs

Ein Diagramm, das die Anzahl der US-Unternehmen zeigt, die von der COVID-19-Pandemie betroffen sind, unterteilt in Erholung und wirtschaftliche Erholung, mit Unterabschnitten für verschiedene Branchen und begleitendem Text mit zusätzlichen Daten.

WACKER Chemie schreibt 2025 Rekordverlust – und streicht 1.500 Jobs

WACKER Chemie verzeichnet 2025 einen Nettoverlust von 805 Millionen Euro – ein deutlicher Einbruch der finanziellen Leistung. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) brach um 43 Prozent auf 427 Millionen Euro ein, während der Gesamtumsatz um 4 Prozent auf 5,49 Milliarden Euro sank.

Als Reaktion hat das Unternehmen sein bisher größtes Sparprogramm namens PACE gestartet, das weltweit über 1.500 Stellenstreichungen vorsieht – vor allem in Deutschland. Die Aktionäre erhalten für das Jahr keine Dividende, da Vorstand und Aufsichtsrat den Vorschlag auf der anstehenden Hauptversammlung einbringen werden.

Der starke Rückgang hat mehrere Ursachen: Geringere Absatzmengen, sinkende Preise und unausgelastete Produktionskapazitäten belasteten die Ergebnisse erheblich. Zudem schmälerten die anhaltend hohen Energiepreise in Deutschland die Rentabilität. Sonderbelastungen und Wertberichtigungen in Höhe von rund 600 Millionen Euro trieben das Unternehmen schließlich in die roten Zahlen.

Trotz dieser Herausforderungen hat WACKER in den vergangenen drei Jahren seine Position im Polysilizium-Markt gestärkt. Durch den Ausbau der Produktionskapazitäten an den Standorten Nünchritz und Burghausen stellt das Unternehmen mittlerweile über 80.000 Tonnen pro Jahr her. Damit hält es einen globalen Marktanteil von 25 bis 30 Prozent und hat Konkurrenten wie Tokuyama Corporation, OCI N.V. und GCL-Poly überholt.

Für das erste Quartal 2026 erwartet WACKER einen Umsatz von etwa 1,35 Milliarden Euro – ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr, bedingt durch Währungseffekte. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem leichten Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich; das EBITDA wird auf 550 bis 700 Millionen Euro prognostiziert.

Das im Oktober 2025 eingeführte PACE-Programm zielt darauf ab, die jährlichen Kosten um mehr als 300 Millionen Euro zu senken. Neben dem Personalabbau konzentriert sich die Initiative auf die Straffung von Produktion und Verwaltung. Langfristig setzt das Unternehmen auf Spezialprodukte, insbesondere für die Halbleiterindustrie und innovative Biotech-Anwendungen, um wieder zu profitablen Wachstum zurückzukehren.

Die Ergebnisse 2025 spiegeln ein schwieriges Jahr wider: Umsatz, EBITDA und Nettoergebnis gingen deutlich zurück. Mit den Sparmaßnahmen und der strategischen Neuausrichtung auf wachstumsstarke Bereiche will WACKER die Geschäfte stabilisieren.

Für 2025 wird keine Dividende ausgeschüttet, und die meisten Stellenstreichungen betreffen deutsche Standorte. Die nächste Finanzaktualisierung wird zeigen, ob das PACE-Programm und die Neupositionierung am Markt die erhofften Verbesserungen bringen.

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