Warum immer mehr Deutsche die Bahn meiden – trotz Ausbauwünschen
Bahnfahren in Deutschland verliert an Beliebtheit – wegen Verspätungen und Unzuverlässigkeit
Eine neue Umfrage zeigt: Mehr als ein Drittel der Deutschen meidet Züge, wann immer es geht. Stattdessen setzt die große Mehrheit weiterhin auf das Auto. Nur 16 Prozent der Befragten geben an, die Bahn als Hauptverkehrsmittel zu nutzen – während 76 Prozent für ihre Fahrten auf den eigenen Pkw setzen. Viele Pendler haben ihre Gewohnheiten wegen der anhaltenden Pünktlichkeitsprobleme bereits angepasst.
So vermeiden es über 25 Prozent der Befragten, an Tagen mit geplanten Zugfahrten wichtige Termine zu vereinbaren. Weitere 28 Prozent planen deutlich mehr Pufferzeit ein, aus Angst vor Verspätungen. Und 35 Prozent versuchen aktiv, Bahnreisen ganz zu umgehen.
Trotz dieser Kritik gibt es eine breite Unterstützung für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Rund zwei Drittel der Deutschen befürworten kostenlose lokale Verkehrsmittel sowie ein dichteres Angebot an Bussen und Zügen. Die Deutsche Bahn jedoch zweifelt die Aussagekraft der Umfrage an und verweist darauf, dass die Ergebnisse nicht mit den tatsächlichen Fahrgastzahlen übereinstimmten.
Die Ergebnisse spiegeln eine wachsende Unzufriedenheit mit dem deutschen Schienennetz wider. Immer mehr Menschen steigen für selbst längere Strecken aufs Auto um. Die Forderungen nach mehr Zuverlässigkeit und einem besseren Angebot bleiben laut – doch konkrete Verbesserungen lassen weiterhin auf sich warten.






