29 April 2026, 12:03

Wie "Sag was" fast 400.000 anonyme Hinweise gegen Schulgewalt sammelte

Plakat für die New Yorker Gesellschaft zur Verhütung von Kindesmissbrauch an der Fourth Avenue und 23rd Street, das ein Gebäude mit Fenstern, Bäumen und Himmel zeigt, mit Text unten.

Wie "Sag was" fast 400.000 anonyme Hinweise gegen Schulgewalt sammelte

Ein nationales Programm zur Verhinderung von Schulgewalt hat seit seinem Start fast 395.000 anonyme Hinweise erhalten. Die Initiative "Sag was" ("Say Something"), ins Leben gerufen von Sandy Hook Promise, bringt Schülern bei, Warnsignale zu erkennen und Bedenken zu melden, bevor es zu Tragödien kommt. Ihre Wirkung ist bereits an Schulen im ganzen Land spürbar.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Programm startete 2013 – zwei Jahre, nachdem Nicole Hockley ihren sechsjährigen Sohn Dylan beim Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School verloren hatte. Gemeinsam mit anderen betroffenen Familien gründete sie die gemeinnützige Organisation Sandy Hook Promise, um Schulgewalt entgegenzuwirken. Ihre erste große Initiative, "Sag was", sollte Schüler dazu ermutigen, sich zu Wort zu melden, wenn sie besorgniserregendes Verhalten bemerken.

Die Schüler lernen, Alarmzeichen wie Drohungen, Mobbing oder Anzeichen von Selbstgefährdung zu erkennen und anonym zu melden. Die Hinweise werden rund um die Uhr von geschulten Krisenberatern überwacht, die schwere Fälle an Strafverfolgungsbehörden oder Schulleitungen weiterleiten. Am häufigsten werden Mobbing, Drogenkonsum, Belästigung und Selbstgefährdung gemeldet.

Seit dem Beginn des Programms wurden tausende Schüler in allen Bundesstaaten der USA erreicht. Ein Hinweis im Jahr 2021 führte zur Festnahme eines Schülers in Indiana, der eine Schulschießerei angedroht hatte. Laut Sandy Hook Promise hat das System bereits mehrere Schießereien und Suizide verhindert.

Die Initiative "Sag was" wird weiter ausgebaut und bietet Schulen die Möglichkeit, einzugreifen, bevor Gewalt eskaliert. Mit fast 400.000 bearbeiteten Hinweisen hat sich ihre Rolle bei der frühen Risikoerkennung als entscheidend erwiesen. Das Programm bleibt ein zentraler Bestandteil der Mission von Sandy Hook Promise, Schüler im ganzen Land zu schützen.

Quelle