25 March 2026, 06:04

Wie Volkswagen in 20 Jahren zum globalen Logistikgiganten wurde

Offenes Buch mit einer Abbildung, die den Fluss von Versorgungsgütern in den American Expeditionary Forces zeigt, mit Text und Komponenten der Lieferkette auf einer flachen Oberfläche.

Wie Volkswagen in 20 Jahren zum globalen Logistikgiganten wurde

Die Volkswagen Group hat ihre globalen Aktivitäten in den vergangenen zwei Jahrzehnten grundlegend gewandelt. Was einst als ein kleinerer, auf Europa ausgerichteter Hersteller begann, ist heute in mehr als 30 Ländern präsent – mit einem weitverzweigten Produktionsnetz und einer globalen Lieferkette. Diese Expansion hat die Art und Weise verändert, wie das Unternehmen Materialien bewegt, Fahrzeuge baut und Kunden weltweit erreicht.

1997 umfasste die Gruppe noch fünf Marken und produzierte rund 100 Modelle. Heute steuert sie 12 Marken – darunter Luxus- und Nutzfahrzeugsparten – und bietet über 300 verschiedene Fahrzeuge an. Bis 2016 hatte die Region Asien-Pazifik Europa als größten Absatzmarkt überholt – ein Zeichen für die Verschiebung der globalen Nachfrage.

Eine Schlüsselrolle in diesem Wachstum spielt die Konzernlogistik, die Logistiktochter des Unternehmens. Unter der Führung von Thomas Zernechel, der die Sparte seit 2004 leitet, ist sie auf fast 800 Mitarbeiter angewachsen. Rund 200 von ihnen sind für Strategie und Steuerung zuständig, der Rest kümmert sich um Transportverträge und Kapazitätsplanung. Ihre Arbeit sorgt dafür, dass täglich 180 Millionen Bauteile und 40.000 fertige Fahrzeuge bewegt werden – neben Millionen Lkw-Ladungen, 100.000 Zugtransporten und 2,3 Millionen Autos, die jährlich per Schiff verschifft werden.

Um die Abläufe zu optimieren, führte die Gruppe drei zentrale Umschlagterminals in Europa ein. Diese Knotenpunkte bündeln Lieferungen der Zulieferer zu vollen Ladungen, reduzieren Leerfahrten und steigern die Effizienz. Neue Werke setzen von Anfang an auf standardisierte Prozesse, was die Produktion reibungsloser macht. Zudem hat das Unternehmen die Kommissionierung verbessert – mit weniger Komplexität sowie Einsparungen bei Platz und Arbeitskraft in den Fabriken.

Die Produktion reicht längst über den ursprünglichen Standort hinaus: Mit über 120 Werken weltweit erstreckt sich die Lieferkette über mehrere Kontinente. Doch trotz dieser Dimension bleibt der Fokus auf Stabilität – darauf, Fahrzeuge zuverlässig auszuliefern, egal wo sie gefertigt werden.

Die Expansion der Volkswagen Group spiegelt die größeren Veränderungen in der Automobilbranche wider. Mehr Marken, mehr Modelle und die Hinwendung zu globalen Märkten erfordern intelligentere Logistik und engere Abstimmung. Während die Nachfrage in Regionen wie Asien-Pazifik weiter wächst, bleibt die Fähigkeit, komplexe Lieferketten zu managen, entscheidend für den Erfolg des Konzerns.

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