10 April 2026, 16:04

Winterraps 2026: Gute Entwicklung trotz drohender Rapsglanzkäfer-Plage

Ausführliche Abbildungen verschiedener Bienenarten mit begleitendem beschreibendem Text auf einer Buchseite.

Winterraps 2026: Gute Entwicklung trotz drohender Rapsglanzkäfer-Plage

Winterraps entwickelt sich im Frühjahr 2026 gut – Pflanzen strecken sich, Hauptblütenstände sind sichtbar

Die Bestände des Winterrapses zeigen im Frühjahr 2026 eine positive Entwicklung: Die Pflanzen beginnen sich zu strecken, und die Hauptblütenstände sind nun erkennbar. Landwirte beobachten derzeit besonders den Rapsglanzkäfer, der in dieser Phase eine größere Gefahr darstellt als die Stängelrüssler.

Mit den steigenden Temperaturen nehmen die Zuwanderungen der Glanzkäfer in die Felder zu. Doch nicht jeder Befallsdruck erfordert sofortige Maßnahmen. Experten raten dazu, dass sich eine Spritzung nur dann wirtschaftlich lohnt, wenn vor Beginn der Blüte im Schnitt mehr als zehn Käfer pro Hauptknospe gezählt werden.

Landwirte sollten mehrere Feldkontrollen durchführen und die Käfer entlang von Transekten zählen – statt sich auf Randproben oder besonders auffällige Pflanzen zu verlassen. Gelbtafeln, die oft zur Früherkennung eingesetzt werden, verlieren ihre Zuverlässigkeit, sobald der Raps das Knospenstadium erreicht.

Falls eine Behandlung notwendig wird, hängen die Optionen vom Entwicklungsstadium der Kultur ab. Acetamiprid-haltige Mittel wie Mospilan SG oder Danjiri können zwischen den BBCH-Stadien 51 und 59 eingesetzt werden, allerdings verbieten die Vorschriften (VV 553) ihre Anwendung mit Zusatzmitteln. Für spätere Stadien bieten Tau-Fluvalinat-Produkte wie Mavrik Vita oder Evure eine bienenfreundlichere Alternative – selbst über BBCH 59 hinaus.

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Sollten gleichzeitig Stängelrüssler und Glanzkäfer bekämpft werden müssen, kommt Trebon 30 EC infrage – jedoch erst nach Beendigung der täglichen Bienenaktivität. Häufig lassen sich Insektizidbehandlungen aber ganz vermeiden, was Kosten spart, Nützlinge schont und die Umweltbelastung verringert.

Landwirte sollten ihre Entscheidungen auf gründlichen Feldbegehungen basieren und nicht auf Vermutungen. Der richtige Zeitpunkt und die passende Mittelwahl helfen, Schädlingsbekämpfung und Bienenschutz in Einklang zu bringen. Bei Erreichen der Schwellenwerte sorgen gezielte Maßnahmen für einen wirksamen Pflanzenschutz bei gleichzeitiger Verantwortung für die Umwelt.

Quelle