WLE-Bahnstrecke Münster–Sendenhorst: Reaktivierung verzögert sich bis mindestens 2028
Anna SchmittWLE-Bahnstrecke Münster–Sendenhorst: Reaktivierung verzögert sich bis mindestens 2028
Die Pläne zur Reaktivierung der WLE-Bahnstrecke zwischen Münster und Sendenhorst haben einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Das Projekt, das Teil des wachsenden S-Bahn-Netzes Münsterland ist, soll die Stadt mit ihrem ländlichen Umland verbinden. Behördenvertreter betonen, dass es eine entscheidende Verkehrsoption für zehntausende Einwohner der Region bieten werde.
Allerdings führen Verzögerungen dazu, dass die Strecke nicht wie ursprünglich geplant 2026 in Betrieb gehen wird. Der Betriebsstart wurde nun verschoben, wobei auch 2027 aufgrund anhaltender Planungs- und Bauprobleme unwahrscheinlich erscheint.
Die Planfeststellung für die WLE-Strecke wurde im Januar 2026 erteilt – ein formaler Meilenstein. Dennoch bleibt die Strecke weiterhin stillgelegt, und zwischen Münster und Sendenhorst verkehren keine Züge. Stand März 2026 haben Pendler, insbesondere diejenigen, die nach Warendorf fahren, noch keine Änderungen in ihrem Reisealltag bemerkt.
Regionale Verantwortliche begrüßen die Initiative als Chance, die Eisenbahn zu beleben und die Anbindungen zu verbessern. Oberbürgermeister Fuchs und Landrat Dr. Gericke bezeichneten die Reaktivierung als einen wichtigen Schritt für die Region. Sie betonten ihre Bedeutung für die Stärkung der Verbindungen zwischen Münster und den umliegenden Gemeinden.
Andreas Bothe, der Regierungspräsident, hob das Potenzial der Strecke hervor, den Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr zu fördern. Er verwies darauf, dass bessere Verbindungen zwischen dem städtischen Münster und seinem ländlichen Umland die Bahn zu einer attraktiveren Alternative machen würden. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer unterstrich diese Position und nannte nachhaltige Mobilität eine Priorität der Landesregierung.
Von dem Projekt werden praktische Vorteile erwartet, insbesondere für die Bewohner Münsters und des Kreises Warendorf. Sobald die Strecke in Betrieb ist, wird sie eine zusätzliche Mobilitätsoption bieten und die Region enger zusammenbringen.
Die Reaktivierung der WLE-Strecke befindet sich noch in der Planungsphase und hat bisher keine direkten Auswirkungen auf Pendler. Die Verantwortlichen drängen weiterhin auf eine zügige Umsetzung und verweisen auf langfristige Vorteile für die Verkehrsanbindung und den regionalen Zusammenhalt. Für Reisende bedeutet dies jedoch vorerst weiter Warten, während Bau- und Genehmigungsverfahren voranschreiten.