25 March 2026, 16:04

Woidke fordert Ost-Bündnis für bessere Infrastruktur und warnt vor wachsender Kluft

Alte Karte von Polen mit roter Linie und handgeschriebenem Text auf vergilbten Papier.

Woidke fordert Ost-Bündnis für bessere Infrastruktur und warnt vor wachsender Kluft

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hat die ostdeutschen Bundesländer aufgefordert, sich zusammenzuschließen, um gemeinsam bessere Infrastruktur zu fordern. Er verwies auf die anhaltenden Unterschiede zwischen Ost und West und betonte, dass die ungleichen Standards die Bürger direkt belasten. Woidkes Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem wichtige Verkehrsprojekte in der Region unvollendet oder veraltet sind.

Als besonders eklatantes Beispiel für vernachlässigte Infrastruktur nannte Woidke die Ostbahn-Strecke. Die Verbindung Berlin–Küstrin, die zu dieser Linie gehört, ist auf deutscher Seite immer noch nicht elektrifiziert und verläuft teilweise eingleisig. Trotz der Fertigstellung einer neuen Brücke über die Oder hat das Bundesverkehrsministerium die Finanzierung eines zweiten Gleises abgelehnt.

Der Ministerpräsident unterstrich, dass Brandenburg gemeinsam mit Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen mit einer Stimme sprechen müsse. Er warnte, dass sich die Kluft bei der Infrastrukturqualität ohne dringende Modernisierungen weiter vertiefen werde. Woidkes Äußerungen spiegeln die jahrzehntelange Frustration über verzögerte Projekte und unzureichende Investitionen in der Region wider.

Aktuelle Daten, die die Infrastrukturförderung zwischen Ost und West in den vergangenen 30 Jahren vergleichen, liegen nicht vor. Dennoch greift Woidke eine grundsätzliche Kritik auf: die ungleiche Entwicklung seit der Wiedervereinigung. Sein Fokus liegt darauf, konkrete Verbesserungen durchzusetzen – statt sich auf allgemeine Finanzberichte zu verlassen.

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Woidkes Appell richtet sich sowohl an die regionale Zusammenarbeit als auch an den Bund. Die unvollendeten Bahnmodernisierungen und das fehlende zweite Gleis auf der Oderbrücke bleiben zentrale Streitpunkte. Ohne weitere Investitionen wird das Verkehrsnetz in Ostdeutschland weiterhin hinterherhinken.

Quelle