Wolfsburgs historisches Heiligen-Geist-Ensemble soll neues Leben erhalten
Anna SchmittWolfsburgs historisches Heiligen-Geist-Ensemble soll neues Leben erhalten
Wolfsburg stellt Pläne zur Erhaltung und Umnutzung des historischen Heiligen-Geist-Ensembles vor
Das Vorhaben zielt darauf ab, das Wahrzeichen zu restaurieren und gleichzeitig neue öffentliche Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen. Bevor die Arbeiten beginnen können, müssen jedoch mehrere entscheidende Schritte abgeschlossen werden.
Der Stadtrat wird am 13. Mai über die Beteiligung Wolfsburgs an der Stiftung Forum Alvar Aalto beraten. In dieser Sitzung soll eine Entscheidung über Finanzierung und Mitwirkung fallen. Die Kommune hat bereits bis zu eine Million Euro für die Stiftungskapitalisierung zugesagt.
Damit das Projekt vorankommt, muss die Evangelisch-Lutherische Landeskirche zunächst das Eigentum an dem Gelände übertragen. Zudem sind Machbarkeitsstudien zu Restaurierung, Finanzierung und künftiger Nutzung erforderlich, bevor konkrete Maßnahmen ergriffen werden können.
Die Vision für das Ensemble umfasst eine Mischung aus kulturellen Veranstaltungen, gemeinschaftlichen Wohnräumen und sozialen Begegnungsstätten. Auch die Einrichtung einer Kita ist Teil der Neugestaltung. Kai-Uwe Hirschheide, Leiter der Stadtplanung, bezeichnete die Initiative als Chance, den Ort behutsam zu sanieren und ihm gleichzeitig eine neue Bestimmung zu geben.
Oberbürgermeister Dennis Weilmann unterstützt das Projekt und betont dessen Bedeutung für den Denkmalschutz sowie die Schaffung neuer Perspektiven. Professor Rolf Schnellecke, Sprecher der Stiftung, unterstrich, wie wichtig es sei, dass das Ensemble in bürgerlicher Trägerschaft bleibe – mit kommunaler Aufsicht.
Die Zukunft des Heiligen-Geist-Ensembles hängt nun von der Eigentumsübertragung durch die Kirche und den Ergebnissen der Machbarkeitsanalysen ab. Bei einer Genehmigung soll das Gelände zu einem kulturellen und sozialen Zentrum umgestaltet werden, ohne seinen historischen Charakter zu verlieren. Die finanzielle Zusagen der Stadt und die Begleitung durch die Stiftung werden die nächsten Schritte prägen.






