Abwasserstudie enthüllt: Cannabiskonsum in Europa bleibt stabil – doch andere Drogen boomen
Jonas HoffmannAbwasserstudie enthüllt: Cannabiskonsum in Europa bleibt stabil – doch andere Drogen boomen
Der Cannabiskonsum in europäischen Städten ist laut einer neuen Abwasserstudie in etwa auf demselben Niveau wie im Vorjahr geblieben. Forscher untersuchten Proben aus rund 115 Städten, um die Drogenkonsumgewohnheiten zu analysieren. Die Ergebnisse zeigten zudem Veränderungen beim Gebrauch anderer Substanzen wie Kokain und MDMA.
Die Studie maß den Gehalt an THC-COOH – einem Marker für Cannabiskonsum – im Abwasser verschiedener europäischer Städte. Genf verzeichnete den höchsten Verbrauch und führte damit die Rangliste an. Städte in den Niederlanden, Deutschland und Slowenien folgten dichtauf.
Berlin belegte den vierten Platz mit etwa 172 Milligramm THC-COOH pro 1.000 Einwohner täglich. Frankfurt landete auf Rang neun mit rund 150 Milligramm pro 1.000 Menschen. Mainz erreichte Platz 15 mit einem täglichen Durchschnitt von 130,6 Milligramm pro 1.000 Einwohner. Auch Wien fand sich unter den Top 20 der europäischen Hauptstädte wieder.
Neben Cannabis verfolgte die Studie den Konsum weiterer Drogen. So nahm der Gebrauch von Kokain und Ketamin auf dem Kontinent zu, während der MDMA-Konsum im Vergleich zu den Vorjahren zurückging.
Die Abwasseranalyse liefert ein klares Bild der Drogentrends in Europa: Während der Cannabiskonsum stabil blieb, stieg der Verbrauch von Kokain und Ketamin. Die Daten helfen Behörden, die Entwicklung des Substanzkonsums in großen Ballungsräumen zu überwachen.






