Berliner Ensemble überzeugt mit 16 Neuinszenierungen trotz knapper Budgets
Anna SchmittBerliner Ensemble überzeugt mit 16 Neuinszenierungen trotz knapper Budgets
Das Berliner Ensemble präsentiert sein Programm für die kommende Spielzeit – mit 16 Neuinszenierungen
Unter dem Druck knapper Budgets erweitert das Haus sein Spielplanangebot: Im vergangenen Jahr gab es 75 zusätzliche Vorstellungen und fast 230.000 Besucher. Intendant Oliver Reese betont zudem die zentrale Bedeutung von Kultur in Berlin – kurz vor den anstehenden Wahlen in der Stadt.
Den Auftakt der Saison macht Peter Handkes Der Schnee von gestern, der Schnee von morgen. Zu den Highlights zählen Ulrich Rasches Inszenierung von Bertolt Brechts Mutter Courage und ihre Kinder sowie Frank Castorfs Bühnenadaption von Klaus Manns Mephisto. Fritzi Wartenbergs Stück Sorry, kein Foto für dich wirft einen kritischen Blick auf die Welt der Model-Castingshows.
Um mehr Aufführungen unterzubringen, führt das Theater nun auch sonntagnachmittags Vorstellungen ein. Zudem wurden die Generalproben für das Publikum geöffnet. Kleinere Produktionen wie Kästners Berlin, eine Lesung mit Katharina Thalbach, und De Profundis mit Jens Harzer runden das Programm ab.
Die gesteigerte Aktivität der vergangenen Spielzeit brachte 75 zusätzliche Vorstellungen im Vergleich zum Vorjahr – die Zuschauerzahlen stiegen auf knapp 230.000, ein Zeichen für die wachsende Strahlkraft des Hauses. Doch die Ausweitung des Programms erfolgt in Zeiten finanzieller Engpässe, die das Ensemble zu einem dichteren Spielplan zwingen. Reese mahnt angesichts der anstehenden Berliner Wahlen die Bedeutung von Kultur an – ein Appell, der die Anstrengungen des Theaters unterstreicht. Mit einer Mischung aus Klassikern und zeitgenössischen Stücken will man noch mehr Publikum anziehen.






