19 April 2026, 12:04

Brandenburg an der Havel wird zum Zentrum für autonome Drohnenabwehr in Europa

Ausführliche alte Karte von Brandenburg, Deutschland, mit Stra√en, Gebäuden, Parks und Sehenswürdigkeiten mit begleitendem Text.

Brandenburg an der Havel wird zum Zentrum für autonome Drohnenabwehr in Europa

Neues Joint Venture in Brandenburg an der Havel produziert autonome Drohnenabwehrsysteme

In Brandenburg an der Havel entsteht ein gemeinsames Unternehmen zur Herstellung autonomer Drohnenabwehrsysteme. An dem Projekt beteiligt sind HD Advanced Technologies (HDAT), eine Tochtergesellschaft der Heidelberger Druckmaschinen AG, sowie das amerikanisch-israelische Rüstungsunternehmen OAS. Ziel der Partnerschaft ist es, Europas Fähigkeiten zur Abwehr von Drohnenangriffen auf kritische Infrastruktur und die Zivilbevölkerung zu stärken.

Die Heidelberger Druckmaschinen AG betreibt seit 1991 ein Produktionswerk in Brandenburg an der Havel, in dem derzeit rund 400 Mitarbeiter beschäftigt sind. Der Standort bietet zudem Ausbildungsplätze in den Berufen Industriemechaniker und Mechatroniker an. Ein Teil der bestehenden Anlagen soll nun für die Entwicklung und den Vertrieb der Drohnenabwehrsysteme umgenutzt werden.

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Initially wird sich das Joint Venture auf den Vertrieb der OAS-Technologie in Deutschland und der Ukraine konzentrieren. Langfristig planen die Unternehmen, ihre Aktivitäten auf weitere EU-Märkte auszuweiten. Jürgen Otto, Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG, bezeichnete den Schritt als logische Weiterentwicklung des zivil-militärischen Geschäftsbereichs. Michael Wellenzohn, CEO von HDAT, betonte die Kombination der fortschrittlichen Drohnentechnologie von OAS mit deutscher Präzisionsfertigung.

Vor Ort fällt die Resonanz gemischt aus. Daniel Keip, Oberbürgermeister von Brandenburg an der Havel, begrüßt das Projekt als Stärkung des industriellen Rufs der Stadt. Heidi Hauffe, Vorsitzende des örtlichen BSW-Verbands, warnte hingegen, dass die Ansiedlung eines Drohnenabwehrzentrums die Stadt in künftigen Konflikten zu einem möglichen Ziel machen könnte. Eric Brock, CEO von Ondas, unterstrich unterdessen die Dringlichkeit, europäische Infrastruktur vor der wachsenden Bedrohung durch Drohnen zu schützen.

Das Joint Venture wird seine Arbeit in Brandenburg an der Havel aufnehmen und dabei auf die bestehende Belegschaft sowie das Know-how des Standorts zurückgreifen. Die ersten Drohnenabwehrsysteme sollen in Deutschland und der Ukraine eingesetzt werden. Bei Erfolg könnte das Projekt auf die gesamte EU ausgeweitet werden, um den steigenden Sicherheitsbedenken durch unbemannte Luftfahrzeuge zu begegnen.

Quelle