Brantner wirft Ampelkoalition mangelnde Reformkraft vor – und fordert SPD-CDU-Einheit
Marie RichterBrantner wirft Ampelkoalition mangelnde Reformkraft vor – und fordert SPD-CDU-Einheit
Franziska Brantner, Vorsitzende der Grünen, hat der deutschen Ampelkoalition vorgeworfen, es versäumt zu haben, substanzielle Reformen umzusetzen. Im Gespräch mit Pınar Atalay in der ntv-Sendung bezeichnete sie das Land als „irgendwie verwaltet, aber nicht zukunftsgestaltend“. Ihre Äußerungen spiegeln zudem die Sorge wider, dass das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik weiter schwindet.
Brantner kritisierte, dass es der aktuellen politischen Lage an Schwung für echten Wandel fehle. Zwar habe die vorherige Ampelkoalition mit internen Konflikten zu kämpfen gehabt, doch auch die neue Regierung komme den Erwartungen nicht nach, so die Politikerin. Statt sich auf Umfragewerte oder Zustimmungsraten zu konzentrieren, forderte sie die Verantwortlichen auf, sich konkreten Herausforderungen zu stellen.
Die Grünen haben detaillierte Pläne für die Modernisierung der Staatsführung, die Digitalisierung, die Infrastruktur sowie Verfassungsreformen vorgelegt. Brantner betonte, ihre Partei stehe für eine Zusammenarbeit mit der Regierung in sachlichen Projekten offen – „wo es sinnvoll ist“. Gleichzeitig stellte sie klar, dass die Grünen nicht die Rolle der regierenden Koalition übernehmen wollten.
Zudem rief sie zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen SPD und CDU auf. Nur durch ein gemeinsames Vorgehen ließen sich laut Brantner die drängenden Probleme Deutschlands lösen und das verlorene Vertrauen der Bürger zurückgewinnen.
Ihre Aussagen unterstreichen die wachsende Unzufriedenheit mit dem Regierungskurs. Während die Grünen bereit sind, gezielte Initiativen zu unterstützen, lehnen sie es ab, die Regierung zu ersetzen. Der Appell zur parteiübergreifenden Kooperation zielt darauf ab, den Fokus von politischen Grabenkämpfen hin zu praktischen Lösungen zu lenken.






