EU-Methanregeln für Öl- und Gasimporte stoßen auf deutschen Widerstand
Anna SchmittEU-Methanregeln für Öl- und Gasimporte stoßen auf deutschen Widerstand
Deutschland hat sich anderen EU-Regierungen angeschlossen und spricht sich gegen die geplanten Methan-Emissionsvorschriften der Union für importiertes Öl und Gas aus. Die Regelung zielt darauf ab, Methanlecks in globalen Lieferketten ab dem nächsten Jahr zu reduzieren. Allerdings gibt es Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf Energieimporte und der Bereitschaft zur Einhaltung der Vorgaben.
Die von der EU vorgeschlagenen Bestimmungen richten sich gegen Methanemissionen in den Lieferketten von Öl und Gas und sollen ab 2025 greifen. Branchenverbände und einige Regierungen argumentieren jedoch, dass die Überprüfungssysteme für solche Maßnahmen noch nicht ausreichend vorbereitet seien.
Deutschland, unterstützt von elf weiteren EU-Staaten, warnt, die Regelung könnte Importe von Erdölprodukten einschränken, darunter auch Flugkerosin. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche erklärte, sie könnte sogar ab 2027 den Import von Gas und Öl blockieren. Das Land fordert mehr Zeit, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Auch von nicht zur EU gehörenden Energielieferanten wie den USA kommt Widerstand. Unterdessen versucht die Europäische Kommission, Umsetzungsbedenken auszuräumen, ohne ihre Klimaziele aus den Augen zu verlieren. Die Debatte entzündet sich vor dem Hintergrund einer angespannten Energielage in Europa, die durch globale Störungen in der Ölversorgung zusätzlich belastet wird.
Die EU-Minister werden in Kürze über einen Vorschlag beraten, die Einführung der Regelungen um drei Jahre zu verschieben.
Die Verordnung könnte die Kontrollen von Methanemissionen bei Energieimporten verschärfen. Wird sie wie geplant umgesetzt, könnte sie bestimmte Kraftstofflieferungen in die EU einschränken. Deutschland und andere Regierungen setzen sich für eine Verzögerung ein, um Versorgungsengpässe zu vermeiden.
