02 May 2026, 06:04

Ex-Politiker warnen vor Trumps Außenpolitik und hoffen auf demokratische Wahlsiege

Eine Zeitleiste, die die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute zeigt, wobei die Regionen farblich nach dem Jahr der Aufnahme codiert sind.

Ex-Politiker warnen vor Trumps Außenpolitik und hoffen auf demokratische Wahlsiege

Zwei ehemalige hochrangige Politiker haben vor den Risiken von Donald Trumps Außenpolitik gewarnt. Christoph Heusgen, ehemaliger Berater von Angela Merkel, und Philip Murphy, früherer US-Botschafter, argumentieren, dass Trumps Vorgehen die globale Stabilität untergräbt. Ihre Äußerungen fallen kurz vor den US-Zwischenwahlen 2022, bei denen sie vorhersagen, dass mögliche Gewinne der Demokraten das politische Kräfteverhältnis verschieben könnten.

Heusgen und Murphy werfen Trump vor, Europa eher als Gegner denn als Verbündeten zu behandeln. Sie verweisen auf seine Skepsis gegenüber der NATO und seine Neigung zu einseitigen Entscheidungen, die ihrer Meinung nach langjährige Partnerschaften aushöhlen. Zudem beschuldigen die Autoren den Präsidenten, die Gewaltenteilung in den USA zu untergraben, indem er Gerichte unter Druck setze und den Kongress umgehe.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Als mögliche Lösung schlagen sie vor, Deutschland solle sich für eine Reform des UN-Sicherheitsrats einsetzen. Ihr Vorschlag sieht halbpermanente Sitze vor, um die heutige geopolitische Realität besser abzubilden.

Mit Blick auf die Zukunft äußern sich die beiden optimistisch, dass die Demokraten im November die Mehrheit im Repräsentantenhaus und möglicherweise auch im Senat zurückerobern könnten. Ein künftiger demokratischer Präsident, so ihre Argumentation, würde voraussichtlich das Vertrauen in die transatlantischen Beziehungen wiederherstellen und die Handelskonflikte mit der EU entschärfen. Ihre Analyse betont, dass sowohl die USA als auch Europa am meisten profitieren, wenn internationale Regeln eingehalten werden.

Die Autoren bestehen darauf, dass die Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit der beste Weg für beide Nationen bleibt. Sie warnen vor weiteren Alleingängen und betonen, dass solche Schritte die USA international isolieren könnten.

Die Warnungen von Heusgen und Murphy unterstreichen die Bedenken hinsichtlich Trumps Auswirkungen auf globale Bündnisse. Ihre Reformvorschläge und die Hoffnung auf demokratische Wahlsiege spiegeln einen breiteren Appell für erneuerte Zusammenarbeit wider. Das Ergebnis der Zwischenwahlen könnte entscheiden, ob sich die US-Außenpolitik wieder stärker an Multilateralismus orientiert.

Quelle