21 March 2026, 20:03

FDP will dreigliedriges Schulsystem in MV wiederbeleben – doch Umfragen bleiben kritisch

Alte Karte von St. Louis, Missouri, mit hervorgehobener Position der Fairbault High School und gedruckten Details auf Papier.

FDP will Haupt- und Realschule wieder einführen - FDP will dreigliedriges Schulsystem in MV wiederbeleben – doch Umfragen bleiben kritisch

Die Freie Demokratische Partei (FDP) in Mecklenburg-Vorpommern hat vor der Landtagswahl am 26. September ihr bildungspolitisches Programm vorgestellt. Die Partei setzt sich für tiefgreifende Reformen ein, darunter die Abschaffung der Regionalen Schule und die Rückkehr zum traditionellen dreigliedrigen Schulsystem.

Aktuelle Umfragen zeigen jedoch, dass die FDP kämpft, um wieder in den Landtag einzuziehen – ihre Unterstützung liegt knapp unter der Fünf-Prozent-Hürde, die für Mandate erforderlich ist.

Der Landesverband der FDP will die Regionale Schule abschaffen, die 2002 eingeführt wurde, um die Bildungsgänge der Hauptschule und Realschule zusammenzulegen. Stattdessen schlägt die Partei die Wiedereinführung des alten dreigliedrigen Systems vor, das Hauptschule, Realschule und Gymnasium umfasst. Dieser Schritt entspricht ihrem Wahlprogramm von 2021, wobei keine aktuellen Entwicklungen oder alternative Modelle aus anderen Bundesländern genannt werden.

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Förderschulen sollen im FDP-Plan bestehen bleiben, der konfessionelle Religionsunterricht jedoch durch ein neutrales Fach ersetzt werden, das alle Glaubensrichtungen abdeckt. Zudem unterstützt die Partei verpflichtende Deutschtests zwei Jahre vor der Einschulung. Bundesvorsitzender Christian Dürr begründete dies damit, dass Kinder so mit ausreichenden Sprachkenntnissen in die Schule starten könnten.

Auf Bundesebene hat Dürr die Partei aufgefordert, sich als "radikale Alternative zum Weiter-so" zu präsentieren. Zudem forderte er erleichterte Zuwanderungsregeln für Fachkräfte – im Gegensatz zu denen, die nicht arbeiten wollen. Der Landesvorsitzende und Spitzenkandidat der FDP, Jakob Schirmer, betonte unterdessen, dass die Freiheit im Mittelpunkt des Wahlkampfs stehen müsse.

Intern plant die Partei, auf ihrem Parteitag im Mai einen Antrag zu debattieren, der Neuwahlen für den Bundesvorstand fordert. Der Vorschlag folgt anhaltenden Diskussionen über die Ausrichtung und Führung der FDP.

Die bildungspolitischen Vorschläge der FDP stellen einen klaren Bruch mit dem aktuellen System in Mecklenburg-Vorpommern dar. Würden die Reformen umgesetzt, käme es zur Wiedereinführung des dreigliedrigen Schulsystems sowie zu einer Neugestaltung des Sprach- und Religionsunterrichts.

Angesichts der bevorstehenden Landtagswahl muss die Partei die Wähler nun von ihrer Vision überzeugen – und gleichzeitig genug Unterstützung sichern, um wieder in den Landtag einzuziehen.

Quelle