Gauck plädiert für eine Bundespräsidentin – aber nicht nur wegen des Geschlechts
Hannah SchneiderGauck plädiert für eine Bundespräsidentin – aber nicht nur wegen des Geschlechts
Altbundespräsident Joachim Gauck hat sich für eine weibliche Nachfolgerin von Frank-Walter Steinmeier ausgesprochen. Eine solche Entscheidung sei ein logisches und passendes Signal für das Land, so Gauck. Gleichzeitig betonte er, dass die Debatte nicht allein auf das Geschlecht reduziert werden dürfe.
Aus praktischen Gründen hält Gauck die Wahl einer Bundespräsidentin für absolut angemessen und sieht darin einen natürlichen Schritt nach vorn. Zugleich warnt er davor, die Diskussion ausschließlich auf die Frage des Geschlechts zu verengen.
Entscheidend sei vor allem, eine überzeugende und einigende Persönlichkeit zu finden, so Gauck. Dies müsse das zentrale Kriterium bleiben – unabhängig davon, ob der Kandidat oder die Kandidatin sei.
Gaucks Äußerungen unterstreichen sowohl den symbolischen Wert einer Bundespräsidentin als auch das Erfordernis einer starken Führungspersönlichkeit. Seine Position spricht sich für eine breitere Betrachtung der Bewerber aus, ohne dabei die Bedeutung von Geschlechterrepräsentation zu vernachlässigen.
