Gifhorns Mühlenmuseum droht der Verfall – 280.000 Euro sollen es retten
Jonas HoffmannGifhorns Mühlenmuseum droht der Verfall – 280.000 Euro sollen es retten
Gifhorns Mühlenmuseum leidet unter schwerem Verfall nach Jahren der Vernachlässigung
Die Stadtverwaltung hat nun vorgeschlagen, 280.000 Euro für dringende Sanierungsarbeiten bereitzustellen, um weitere Schäden zu verhindern. Ohne sofortiges Handeln warnen Beamte vor stark steigenden Kosten in der Zukunft.
Das 15 Hektar große Freilichtgelände des Museums, auf dem 13 historische Mühlen stehen, hat unter jahrelangem Verfall gelitten. Bei Inspektionen wurden Holzwurmbefall in tragenden Balken sowie flächendeckende Absplitterungen der Dachziegel festgestellt. Die Stadt führt die Schäden auf jahrzehntelang aufgeschobene Instandhaltungsarbeiten und die natürliche Alterung der Baumaterialien zurück.
Das private Unternehmen, das den Museumsbetrieb verantwortete, hat Insolvenz angemeldet, sodass keine Mittel für Reparaturen mehr zur Verfügung stehen. Daher muss die Stadt Gifhorn nun einspringen und die Kosten übernehmen. Die Behörden betonen, dass die Erhaltung der statischen Sicherheit im öffentlichen Interesse liege.
Über den Finanzierungsantrag in Höhe von 280.000 Euro wird in der nächsten Sitzung des Stadtrats abgestimmt. Bei einer Zustimmung sollen zunächst die dringendsten Schäden behoben werden. Eine Verzögerung der Arbeiten würde jedoch das Risiko bergen, dass sich der Zustand weiter verschlechtert und die künftigen Ausgaben steigen.
Die Zukunft des Museums hängt nun von der finanziellen Unterstützung der Stadt ab. Falls der Rat die Mittel bewilligt, können die Sanierungsarbeiten beginnen, um das Gelände zu stabilisieren. Ohne Eingreifen drohen den historischen Bauwerken unumkehrbare Schäden und noch höhere Restaurierungskosten.






