30 June 2026, 02:02

Großrazzia gegen Pflegevermittler: 170 Kräfte sollen ausgebeutet worden sein

Großrazzia gegen Menschenhändler

Großrazzia gegen Pflegevermittler: 170 Kräfte sollen ausgebeutet worden sein

Großrazzia gegen Vermittlungsagentur – Verdacht auf Ausbeutung von 170 Pflegekräften

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Bei einer groß angelegten Aktion ist eine Zeitarbeitsfirma ins Visier der Ermittler geraten, die verdächtigt wird, rund 170 Pflegekräfte ausgebeutet zu haben. Gegen den 53-jährigen Inhaber der Agentur sowie zwei Männer im Alter von 57 und 30 Jahren wird wegen Vorwürfen der Lohnvorenthaltung und des Vorenthalts von Sozialabgaben ermittelt. Alle drei Beschuldigten sind deutsche Staatsbürger aus dem Landkreis Cuxhaven.

Auslöser für die Ermittlungen war die Ankunft eines belarussischen Staatsbürgers am Flughafen Hannover mit einem polnischen Visum. Die Behörden gehen davon aus, dass die Person ohne gültige Arbeitserlaubnis als Pflegekraft in Deutschland eingesetzt werden sollte. Der Fall ist Teil einer umfassenderen Untersuchung zum gewerbsmäßigen Einschleusen von Staatsangehörigen aus Osteuropa sowie zur Veruntreuung von Sozialversicherungsgeldern.

Anfang dieser Woche durchsuchten etwa 100 Beamte sechs Objekte in Bremerhaven und Cuxhaven, darunter Wohn- und Geschäftsräume der Beschuldigten. Die Bundespolizeidirektion am Flughafen Hannover und das Hauptzollamt Bremen leiten die Operation.

Die beschlagnahmten Beweismittel werden derzeit ausgewertet. Die Ermittler rechnen mit einer mehrwöchigen Analysephase. Der Agentur wird vorgeworfen, Mindestlöhne nicht gezahlt und Sozialabgaben für ihre Beschäftigten illegal einbehalten zu haben.

Die Beschuldigten bleiben wegen des Verdachts auf Arbeitsausbeutung und wirtschaftliche Vergehen in Untersuchung. Bei einer Verurteilung drohen ihnen schwere rechtliche Konsequenzen. Die Behörden werten weiterhin die bei den Razzien sichergestellten Beweise aus.

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