27 March 2026, 10:05

Großrazzia in Ahlhorn: 100 Beamte jagen Schwarzarbeit und Mindestlohn-Betrug

Weißer Hintergrund mit mittig gesetzter fetter schwarzer Schrift "National Compliance & Risk Qualifications" umgeben von einem dünnen schwarzen Rand, in einer modernen professionellen Schriftart.

Großrazzia in Ahlhorn: 100 Beamte jagen Schwarzarbeit und Mindestlohn-Betrug

Großrazzia in Ahlhorn: 100 Beamte prüfen Gaststätten und Läden auf Schwarzarbeit und Mindestlohnverstöße

Am 12. September 2025 fand in Ahlhorn eine groß angelegte Kontrolle statt, an der rund 100 Beamte verschiedener Behörden beteiligt waren. Zoll, Polizei und lokale Behörden durchsuchten gemeinsam zehn Bars und Geschäfte auf undeclarierte Arbeit und Verstöße gegen den Mindestlohn. Die Aktion war Teil der laufenden Bemühungen, illegale Beschäftigungspraktiken in der Region einzudämmen.

Bei der Razzia handelte es sich um eine von mehreren Großkontrollen in Niedersachsen in den vergangenen zwei Jahren. Bereits zuvor hatte es Razzien in der Sicherheitsbranche, bundesweite Baustellenüberprüfungen und gezielte Kontrollen in Friseursalons gegeben. Besonders im Fokus stehen dabei Hochrisikostandorte wie Hannover, Lüneburg und andere Brennpunkte, wo die Behörden ihre Überwachung verschärft haben.

Das Kontrollteam prüfte Mitarbeiterregistrierungen, Lohnunterlagen sowie die Einhaltung der Arbeitsgesetze. Bei sechs Betrieben wurden die Unterlagen überprüft, ohne dass dabei Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden. Zudem befragten die Beamten im Rahmen der Aktion 16 Personen.

In zwei Lokalen wurde unversteuerter Kaffee verkauft, was zu Nachzahlungen und zusätzlichen Zollgebühren führte. An einem anderen Standort beschlagnahmten die Prüfer ein Kilogramm falsch versteuerte Shisha-Tabakware. Gegen den Betreiber dieses Geschäfts wurden Steuerhinterziehungsverfahren eingeleitet.

In einem weiteren Betrieb zogen die Behörden verdächtige, möglicherweise gefälschte Dokumente ein. Neben der Einhaltung der Arbeitsgesetze überprüfte das Team zudem gaststättenrechtliche Vorschriften, Handelsbestimmungen und Sicherheitsstandards.

Stephanie Grotheer, Leiterin des Hauptzollamts Oldenburg, betonte die Wirksamkeit von abgestimmten Großrazzien mit mehreren Behörden. Hendrik Raytarowski, Chef der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS), unterstrich die Bedeutung fairer Arbeitsbedingungen. Er warnte, dass solche Kontrollen helfen, illegale Beschäftigungsstrukturen zu zerschlagen, bevor sie sich festigen können.

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Die Aktion in Ahlhorn reiht sich in eine Serie verschärfter Kontrollen in Niedersachsen ein. Seit 2024 gab es mindestens drei Großrazzien gegen Schwarzarbeit und Lohnverstöße in verschiedenen Branchen. Die Behörden haben auf diese Weise Millionen an Steuerausfällen zurückgeführt – allein in Hannover beliefen sich die Verluste im Jahr 2025 auf 16,5 Millionen Euro.

Betrieben, in denen Verstöße festgestellt wurden, drohen nun finanzielle Sanktionen. Die Ermittlungen zu gefälschten Dokumenten und Steuerhinterziehung laufen derweil weiter. Die Kontrollen deuten auf eine strengere Überwachung in Branchen hin, die besonders anfällig für Arbeitsrechtsverletzungen sind.

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