Hamburg bewirbt sich für Olympia 2032 – Bürger entscheiden über Vision "Eine Chance für alle"
Marie RichterHamburg plant Olympia mit grüner Schleife und erschwinglichen Tickets - Hamburg bewirbt sich für Olympia 2032 – Bürger entscheiden über Vision "Eine Chance für alle"
Hamburgs Senat hat offiziell seine Bewerbung um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele eingereicht. Das unter dem Titel "Eine Chance für alle" vorgestellte Konzept skizziert eine stadtweite Veranstaltung, die auf Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit setzt. Die Bürgerinnen und Bürger sollen über den Plan in einer für Ende Mai anberaumten Abstimmung entscheiden.
Im Mittelpunkt der Bewerbung stehen zwei Hauptzonen: die "Olympic Park City" und der "Olympic Park Altona". Diese Standorte werden durch ein "grünes Band" verbunden – ein Netzwerk aus Parks und Grünflächen, das sich vom Volkspark mit seinen Sportstätten bis zum Dove-Elbe-Wasserpark im Osten erstreckt. Die Stadt plant, bestehende Infrastruktur zu nutzen, darunter eine Kletterwand am Südufer der Elbe, die für Mountainbike-Wettbewerbe umgewidmet werden soll.
Auf der Binnenalster sind unter anderem Padel-Tennis, Stand-Up-Paddling und Bogenschießen sowie die Eröffnungsfeier vorgesehen. Die Veranstalter haben eine Million ermäßigte Tickets versprochen, zudem freien Eintritt für Ehrenamtliche und einkommensschwache Besucher. Das Gesamtbudget beläuft sich auf 4,8 Milliarden Euro – ein Betrag, der die inflationsbereinigten 775 Millionen Euro der Münchner Spiele 1972 deutlich übersteigt.
Eine Umfrage im Februar ergab, dass 50 Prozent der Hamburger die Bewerbung unterstützen. Kritiker warnen jedoch vor möglichen Nachteilen wie steigenden Mieten, Umweltbelastungen und explodierenden Kosten. Bei einer Zustimmung könnten die Spiele Schlüsselprojekte wie den Ausbau der U5- und S6-Linien sowie die Modernisierung des Hauptbahnhofs beschleunigen.
Nun wartet der Senat auf die Entscheidung der Bevölkerung Ende Mai. Ein erfolgreiches Votum würde Hamburg auf den Weg bringen, zur "Arena für alle" zu werden – mit neuen Verkehrsverbindungen und Grünflächen als Teil des Erbes. Das Ergebnis entscheidet, ob die Bewerbung im internationalen Auswahlverfahren vorankommt.






