Harz-Heide-Netz wird bis 2030 klimaneutral: 750 Millionen Euro für batterieelektrische Züge
Hannah SchneiderHarz-Heide-Netz wird bis 2030 klimaneutral: 750 Millionen Euro für batterieelektrische Züge
Der Regionalverband Großraum Braunschweig stellt im Harz-Heide-Netz Dieselzüge schrittweise auf batterieelektrische Modelle um. Die Maßnahme betrifft über 200 Kilometer Strecke und soll den Schienenverkehr bis 2030 klimaneutral gestalten. Bund, Land Niedersachsen und der Regionalverband investieren gemeinsam 750 Millionen Euro in die Umstellung.
Eine Kosten-Nutzen-Analyse bestätigte, dass der batterieelektrische Antrieb die beste Lösung für das Netz darstellt. Die Regionsversammlung hat bereits 32 Millionen Euro für die Planung der Elektrifizierung zentraler Abschnitte bewilligt. Neue Dieselzüge werden nicht mehr beschafft, da Hersteller deren Produktion eingestellt haben.
Zum Projekt gehören die Modernisierung von Fahrzeugen, Infrastruktur und Ladesystemen. Auf Prioritätsstrecken wie Vienenburg–Goslar (13 km), Grauhof–Goslar (5 km), Vienenburg–Bad Harzburg (8 km) und Bad Harzburg–Oker (7 km) werden Oberleitungen installiert. Diese sollen bis Dezember 2033 fertiggestellt sein, um batterieelektrische Züge sowohl auf elektrifizierten als auch auf nicht elektrifizierten Strecken zu ermöglichen.
Der Regionalverband hat 30 neue batterieelektrische Züge bestellt, die bis 2030 in Betrieb gehen sollen. Die Umstellung entspricht der ÖPNV-Strategie Niedersachsens, die vorsieht, dass alle Strecken langfristig mit elektrischen oder batterieelektrischen Zügen bedient werden. Ziel ist ein zukunftsfähiges, effizientes und umweltfreundliches Schienennetz mit modernster Technik.
Bis zum Ende des Jahrzehnts sollen im Harz-Heide-Netz keine Dieselzüge mehr fahren. Der batterieelektrische Betrieb reduziert Emissionen, ohne die Verkehrsleistung in der Region einzuschränken. Das Vorhaben zählt zu den größten Investitionen in nachhaltigen Schienenverkehr in Niedersachsen.






