16 April 2026, 10:04

Hessen halbiert Apotheker-Beiträge – doch andere Länder erhöhen die Abgaben

Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Americans zwei bis drei Mal so viel für dieselben Medikamente berechnet hat wie in anderen Ländern, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze.

Hessen halbiert Apotheker-Beiträge – doch andere Länder erhöhen die Abgaben

Die Landesapothekerkammer Hessen (LAK) hat ihre Mitgliedsbeiträge für das laufende Jahr halbiert. Dieser Schritt folgt auf eine gesetzliche Änderung, die den Kreis der Beitragspflichtigen um nicht berufstätige Apotheker:innen in Hessen erweitert. Mit der Maßnahme sollen die finanziellen Rücklagen der Kammer abgebaut und gleichzeitig die neuen Vorgaben umgesetzt werden.

Die Beitragssenkung ist eine Reaktion auf die Novellierung des Landesberufsgesetzes. Demnach muss die Kammer nun auch von Apotheker:innen, die nicht mehr im Berufsfeld tätig sind, Beiträge erheben. Dadurch ist die LAK gezwungen, ihre Beitragsstruktur anzupassen, um diese neue Mitgliedergruppe einzubeziehen.

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Die Suche und Registrierung von Ruheständlern und nicht praktizierenden Fachkräften wird den Verwaltungsaufwand der Kammer erhöhen. Die Geschäftsstellen müssen diese Personen identifizieren und in das System aufnehmen.

Unterdessen haben sich die Beitragsanpassungen in anderen Bundesländern unterschiedlich entwickelt. In Sachsen zahlen angestellte Apotheker:innen nun jährlich 228 Euro – eine Erhöhung gegenüber den bisherigen 152 Euro. Berlin verzeichnet einen noch stärkeren Anstieg: Hier steigen die Beiträge für angestellte Mitglieder auf 294 Euro, was einer Erhöhung um 100 Euro im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In Niedersachsen blieben die Gebühren zwar unverändert, doch die Pharmazeutische Zeitung (PZ) ist nicht mehr Bestandteil des Mitgliedspakets. Der niedrigste Quartalsbeitrag für freiwillige Mitglieder liegt weiterhin bei 40 Euro.

Die Entscheidung der LAK, die Beiträge zu halbieren, spiegelt sowohl rechtliche Vorgaben als auch finanzielle Anpassungen wider. Mit der wachsenden Zahl an Mitgliedern steigt auch der Verwaltungsaufwand der Kammer. Andere Bundesländer haben ihre Beitragsmodelle ebenfalls überarbeitet – wenn auch in unterschiedlichem Umfang und mit verschiedenen Ansätzen.

Quelle