30 March 2026, 08:04

Hochgeschwindigkeitsstrecke Dresden–Prag: Tunnel durchs Erzgebirge geplant

Alte Karte des Basel-Strasburg-Gebiets in Deutschland, die das Ausmaß einer Eisenbahnlinie mit Text und Linien hervorhebt.

Hochgeschwindigkeitsstrecke Dresden–Prag: Tunnel durchs Erzgebirge geplant

Deutschland treibt die Pläne zum Ausbau der Schienenverbindungen nach Osteuropa voran. Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Notwendigkeit besserer Anbindungen an Polen und Tschechien betont. Das Thema ist nun in die Kabinettsberatungen eingezogen, wo derzeit entscheidende Weichen gestellt werden.

Das Bundesverkehrsministerium hat kürzlich Planungsunterlagen für eine Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Dresden und Prag vorgelegt. Vorgesehen ist ein 30 Kilometer langer Tunnel durch das Erzgebirge. Zwar handelt es sich um einen wichtigen Schritt, doch stehen noch keine endgültigen Entscheidungen, Zeitpläne oder Finanzierungen fest.

Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar drängt auf eine zügige Zustimmung des Bundestags, um EU-Fördergelder zu sichern. Die tschechische Seite hat bereits Investitionszusagen gemacht und strebt eine Fertigstellung des Projekts bis 2045 an. Bei erfolgreicher Umsetzung könnte sich die Reisezeit zwischen Dresden und Prag von derzeit 2,5 Stunden auf nur noch eine Stunde verkürzen.

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Merz unterstrich Deutschlands "starkes strategisches Interesse" an der Verbesserung dieser Schienenverbindungen. Sowohl die polnische als auch die tschechische Regierung haben das Thema bei ihm angesprochen. Unterdessen führte Bundeskanzler Olaf Scholz separate Gespräche mit den Ministerpräsidenten der ostdeutschen Länder über die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

Das Eisenbahnprojekt Dresden–Prag befindet sich noch in der frühen Planungsphase, konkrete Termine oder Budgets stehen noch nicht fest. Die Zustimmung des Bundestags wird darüber entscheiden, ob EU-Mittel abgerufen werden können. Bei Realisierung würde die Strecke die Reisezeiten deutlich verkürzen und die Verkehrsanbindungen nach Osteuropa spürbar stärken.

Quelle