ITV kürzt Coronation Street und Emmerdale – Fußball-WM 2026 verdrängt Kult-Soaps
Anna SchmittITV kürzt Coronation Street und Emmerdale – Fußball-WM 2026 verdrängt Kult-Soaps
Fünf Monate, nachdem ITV sein Abendprogramm umgestellt hat, müssen die Zuschauer von Coronation Street und Emmerdale nun mit weiteren Einschränkungen rechnen. Die neue „Seifen-Prime-Time“ des Senders, in der beide Serien hintereinander ausgestrahlt werden, hat die wöchentliche Episodenzahl bereits von sechs auf fünf reduziert. Weitere Änderungen stehen bevor, da die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 naht.
Bei der jüngsten Umstrukturierung wurde Emmerdale auf 20:00 Uhr verlegt, gefolgt von Coronation Street um 20:30 Uhr an Wochentagen. ITVs Entscheidung, die Daily Soaps in einem gemeinsamen Sendeblock zu zeigen, ist Teil umfassender Sparmaßnahmen, durch die pro Woche eine Folge weniger produziert wird. Fans reagieren verärgert auf den Verlust an Inhalt – einige Episoden wurden in weniger beliebte Sonntags-Slots verschoben oder fallen bei Sportübertragungen ganz aus.
Die Unruhen werden sich im Juni verschärfen, wenn die Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA beginnt. ITV hat bestätigt, dass Live-Spiele Vorrang haben und die Soaps für bestimmte Partien aus ihrem gewohnten Sendeplatz verdrängen. Trotz des Programmchaos steigen die Streaming-Zahlen beider Serien stark an: Im Januar 2026 verzeichneten sie gemeinsam 65 Millionen Abrufe – ein Plus von 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die Turbulenzen werden auch nach dem Turnier anhalten, denn ITVs langfristige Pläne halten die Serien in einem Zustand permanenter Unsicherheit. Zuschauer, die bereits über die Kürzungen verärgert sind, müssen sich nun monatelang auf ein unberechenbares Programm einstellen, während der Fußball die Sendepläne dominiert.
Die reduzierte Folgenzahl und die wechselnden Sendezeiten spiegeln ITVs Gratwanderung zwischen Kosteneinsparungen und Live-Sport wider. Da die Streaming-Zahlen steigen, könnte der Sender künftig stärker auf Abrufangebote setzen, um die Zuschauer zu binden. Vorerst müssen sich die Fans an ein Programm gewöhnen, das ständig im Fluss bleibt.






