Jörg Wagners Abschied markiert das Ende einer Ära beim *radioeins*-Medienmagazin

Jörg Wagners Abschied markiert das Ende einer Ära beim *radioeins*-Medienmagazin
Jörg Wagner hat seine letzte Ausgabe des Medienmagazins bei radioeins moderiert – das Ende einer Ära für die langjährige Sendung. Der Rundfunksender RBB drängt den 65-Jährigen in den Ruhestand und begründet dies mit seinem Alter. Sein Abschied geht einher mit Veränderungen des Formats – und einem neuen Podcast, der in den Startlöchern steht.
Wagners letzte Folge wurde am Samstag unter dem Motto „Beerdigungen zu Lebzeiten“ ausgestrahlt – eine Anspielung auf seinen erzwungenen Abgang. Die Veranstaltung fand nicht im Büro der Intendantin, sondern auf der Dachterrasse des RBB Media statt. Die meisten Führungskräfte des Senders blieben fern, nur Kommunikationschef Justus Demmer war anwesend.
Auch andere langjährige radioeins-Moderator:innen, die ebenfalls als „zu alt“ eingestuft wurden, nahmen an dem Treffen teil. Der ehemalige Chefredakteur David Biesinger, der kürzlich eine neue Führungsposition erhalten hatte, fehlte auffällig. Wagners neues Projekt, der Podcast Medienhölle (mit Philipp Nitzsche), startet genau an dem Tag, an dem das Medienmagazin erstmals nicht mehr auf Sendung geht. Allerdings muss der Podcast unter der Leitung von Ulrike Demmer künftig vor Veröffentlichung eine redaktionelle Freigabe durchlaufen.
Das Medienmagazin selbst wird zwar fortgeführt, jedoch mit weniger Folgen und ohne Live-Sendungen. Der RBB begründet die Änderungen mit den familienfreundlichen Arbeitszeiten des neuen Moderators. Ab Februar 2026 übernimmt Kevin Kühnert das Talkformat.
Wagners Abschied hinterlässt eine Lücke bei radioeins, während sein neuer Podcast strengeren Kontrollen unterliegt. Das Medienmagazin kehrt in gekürzter Form zurück – mit einer anderen Moderation und ohne Live-Ausstrahlungen. Die Veränderungen spiegeln größere Umbrüche in Programm und Führung des RBB wider.
