Vertiefung der Außenems bleibt in endlosen Genehmigungsverfahren stecken

Admin User
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Eine Vogelperspektive einer Stadt mit zahlreichen Gebäuden, Meerwasser und einem Hafen an der Vorderseite, mit mehreren Schiffen.

Verstärkung der Ems-Mündung - Behörde prüft weiterhin Einwände - Vertiefung der Außenems bleibt in endlosen Genehmigungsverfahren stecken

Pläne zur Vertiefung der Außenems um einen Meter stecken weiterhin in langwierigen Genehmigungsverfahren fest. Das Vorhaben, das die Zufahrt von Frachtschiffen zum Emder Hafen verbessern soll, verzögert sich bereits seit Jahren. Stand Januar 2026 ist noch kein Termin für den nächsten Schritt im Verfahren festgelegt.

Das Projekt sieht vor, einen 13 Kilometer langen Abschnitt des Fahrwassers von der Mündung bis nach Emden auszubaggern. Bereits 2019 begannen die Behörden mit der Datenerhebung; eine öffentliche Anhörung fand im April und Mai 2024 statt. Seitdem prüft das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ems-Nordsee rund 150 eingereichte Stellungnahmen.

Die überarbeiteten Unterlagen umfassen mittlerweile etwa 6.000 Seiten und müssen immer wieder aktualisiert werden. Die große Zahl und Komplexität der Einwände haben den Prozess ausgebremst – ein konkreter Zeitplan für die weiteren Beratungen ist nicht in Sicht. Ungewiss bleibt auch, wann die Genehmigung für die Baggerarbeiten erteilt wird und wann diese überhaupt beginnen könnten.

Die Vertiefung eines Gezeitenflusses birgt erhebliche ökologische Risiken. Veränderungen des Wasserstands, des Salzgehalts und der Fließgeschwindigkeiten könnten die Ökosysteme entlang der Ems beeinträchtigen. Diese Bedenken haben die Herausforderungen des Projekts weiter verschärft und die Entscheidungsfindung in die Länge gezogen.

Das Vorhaben zur Vertiefung der Außenems stößt weiterhin auf Hindernisse – eine Lösung ist nicht absehbar. Die Behörden müssen zunächst Hunderte von Einwänden bearbeiten, bevor mit den Arbeiten begonnen werden kann. Bis dahin bleibt unklar, wann die Baggerungen stattfinden und welche Auswirkungen sie auf die Schifffahrt und die Umwelt haben werden.