18 March 2026, 00:51

Jungheinrich schließt Staplerwerk in Lüneburg trotz guter Geschäftszahlen

Ein aufgeschlagenes Buch mit dem Titel "Die gegenwärtige Industrielle Situation" auf schwarzem Hintergrund.

Jungheinrich schließt Produktion in Lüneburg - Jungheinrich schließt Staplerwerk in Lüneburg trotz guter Geschäftszahlen

Jungheinrich schließt sein Staplerwerk in Lüneburg bis Ende März 2027

Die Entscheidung folgt auf monatelange angespannte Verhandlungen mit Belegschaft und Gewerkschaften. Ein Millionenpaket soll die Folgen für die Beschäftigten abfedern.

Das Werk in Lüneburg ist auf Sonderanfertigungen und Kleinserien von Staplern spezialisiert, die nach individuellen Kundenwünschen gefertigt werden. Von der Schließung sind rund 160 Mitarbeiter betroffen. Die Gewerkschaft IG Metall hatte die Stilllegung als unnötig kritisiert, da das Unternehmen trotz guter Geschäftszahlen – 2024 erwirtschaftete Jungheinrich bei einem Umsatz von 5,4 Milliarden Euro einen Gewinn von 289 Millionen Euro – auf Expansionskurs sei.

Der Konflikt begann am 20. November 2024 und zog sich ungewöhnlich lange hin. Schließlich einigte man sich auf Abfindungen, einen Sozialplan sowie einen neuen Tarifvertrag. Zudem wird eine Transfergesellschaft eingerichtet, um entlassene Beschäftigte bei der Jobsuche zu unterstützen.

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Bereits im Sommer 2023 hatte Jungheinrich ein globales Sparprogramm angekündigt, das weltweit rund 1.000 Stellen betreffen soll. Die Schließung in Lüneburg ist Teil dieser umfassenden Maßnahmen zur Effizienzsteigerung.

Die Produktion im Werk wird Anfang 2027 eingestellt – damit endet die dortige Fertigung von Spezialstaplern. Die betroffenen Mitarbeiter erhalten nach den ausgehandelten Bedingungen finanzielle Unterstützung und Hilfe bei der Vermittlung in neue Jobs. Die Einigung beendet einen langen und schwierigen Arbeitskampf.

AKTUALISIERUNG

Neue Details zum Werksschluss und Arbeitsplatzauswirkungen

Das 1989 gegründete Werk in Lüneburg für die Produktion von Sonderhubwagen wird bis März 2027 geschlossen. Wichtige Entwicklungen sind:

  • 120 Bürorollen im Design bleiben trotz 160 Stellenkürzungen erhalten.
  • IG Metall-Vertreter Lennard Aldag bezeichnete den Werksschluss als strategische Entscheidung, profitable Produktion aufzugeben.
  • Streikende Arbeiter kehren Montag an die Arbeit zurück und beenden einen der längsten Arbeitskämpfe in Niedersachsen.