Katholische Unternehmer fordern radikale Bahn-Reform durch Privatisierung
Marie RichterKatholische Unternehmer fordern radikale Bahn-Reform durch Privatisierung
Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) fordert grundlegende Reformen bei der Deutschen Bahn. Die Organisation verlangt langfristige Strukturveränderungen, darunter die vollständige Privatisierung des Bahnkonzerns. Dies sei notwendig, um die Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Sektors zu steigern, so die Begründung.
Der BKU verwies auf die anhaltenden Probleme bei der Deutschen Bahn. Kritisiert wurden mangelhafte Planung, technische Schwächen sowie ein Fehlen starker Unternehmensführung. Als Beispiele nannte die Vereinigung die explodierenden Kosten beim Projekt Stuttgart 21 und das Scheitern des Digitalfunk-Systems für die Bahn.
Martin Nebeling, Bundesvorsitzender des BKU, übt scharfe Kritik an der Rolle der Politik. Der Staat habe bewiesen, dass er die Deutsche Bahn nicht effizient führen könne, so Nebeling. Thomas Tietz, Leiter der BKU-Arbeitsgruppe Energie und Nachhaltigkeit, betonte unterdessen die Dringlichkeit einer zuverlässigen und leistungsstarken Schieneninfrastruktur.
Als Erfolgsbeispiele für Privatisierungen führte der Verband ehemalige Staatsunternehmen an, die nach ihrer Überführung in private Hand prosperiert seien – darunter die Deutsche Telekom, die DHL Group und die Lufthansa.
Der BKU ist überzeugt, dass Privatisierung und mehr unternehmerische Freiheit unverzichtbar sind. Nur so ließen sich die aktuellen Defizite beheben und die Zukunft des deutschen Schienennetzes sichern. Die Vorschläge des Verbandes zielen auf ein effizienteres und wettbewerbsfähigeres Bahnsystem ab.
