Landkreis Schmalkalden-Meiningen stellt Altkleidersammlung radikal um – was sich jetzt ändert
Marie RichterLandkreis Schmalkalden-Meiningen stellt Altkleidersammlung radikal um – was sich jetzt ändert
Landkreis Schmalkalden-Meiningen reformiert Alttextil-Sammlung
Angesichts eines drastischen Rückgangs der Nachfrage nach Secondhand-Kleidung ändert der Landkreis Schmalkalden-Meiningen sein System zur Sammlung gebrauchter Textilien. Ziel der Behörden ist es, Kosten zu sparen und Gebührenerhöhungen für die Bürger zu vermeiden.
Bisher basierte die Sammlung auf frei zugänglichen Containerstandorten. Nun wurden viele dieser Behälter in Meiningen, Zella-Mehlis und Teilen der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön abgebaut. Stattdessen konzentriert der Landkreis die Annahme auf zentrale Stellen wie das Recyclingzentrum in Kaltennordheim.
Nach wie vor können Bürger saubere, tragbare Textilien wie Kleidung, Schuhe und Bettwäsche abgeben. Akzeptiert werden auch Handtücher, Decken, Vorhänge, Taschen und Accessoires. Stark verschmutzte oder beschädigte Textilien, Teppiche, Matratzen sowie Hausmüll werden hingegen nicht mehr entgegengenommen.
Hintergrund der Umstellung ist der Zusammenbruch des Marktes für gebrauchte Kleidung. Jährlich sammelt der Landkreis rund 300 Tonnen Alttextilien – etwa 2,5 Kilogramm pro Einwohner. Die Behörden warnen davor, Säcke oder Abfall neben den Containern zurückzulassen, da dies zusätzlichen Aufwand und Kosten verursacht.
Durch die Bündelung der Sammelstellen erhofft sich der Landkreis eine effizientere Kostenkontrolle, ohne die Servicequalität für die Bürger zu beeinträchtigen. Die Umstellung läuft bereits: Die Zahl der Container im Landkreis wurde reduziert, die Abgabe ist nun an den ausgewiesenen Recyclinghöfen möglich. Langfristig sollen die Änderungen den Betrieb stabilisieren – und das ohne Gebührensteigerungen.






