29 March 2026, 22:03

Merz bringt Verzögerung beim Kohleausstieg ins Spiel – Grünen protestieren scharf

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Fick die Kohle" vor dem Reichstaggebäude in Berlin, Deutschland, mit Bäumen, einer Fahnenstange und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Merz bringt Verzögerung beim Kohleausstieg ins Spiel – Grünen protestieren scharf

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat eine Verschiebung des geplanten Kohleausstiegs Deutschlands ins Spiel gebracht. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der das Land mit Befürchtungen vor Stromengpässen konfrontiert ist. Der Vorschlag stößt bereits auf Kritik der Grünen.

Im Lausitzer Revier, wo derzeit der Ausstieg aus der Braunkohle vollzogen wird, laufen umfangreiche Investitionen in erneuerbare Energien. Doch Merz argumentiert, dass Kohlekraftwerke möglicherweise über die vorgesehenen Abschalttermine hinaus in Betrieb bleiben müssten. In Fragen der Energiesicherheit betonte Merz die Bedeutung einer stabilen Stromversorgung in Deutschland. Er warnte, dass bestehende Kohlekraftwerke im Falle von Engpässen länger am Netz bleiben könnten als geplant. Gleichzeitig forderte er einen beschleunigten Bau von Gaskraftwerken, um die Übergangsphase zu überbrücken.

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Die Grünen reagierten prompt und riefen Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) auf, jede Verzögerung beim Kohleausstieg abzulehnen. Sie unterstrichen die Notwendigkeit verlässlicher Strukturen im Wandel und den Schutz der Beschäftigten während der Transformation.

Unterdessen baut der Energiekonzern LEAG mit Sitz in Cottbus seine Wind- und Solarenergieproduktion aus. Bis 2038 sollen rund 4 Milliarden Euro in die Umgestaltung der Lausitz fließen, darunter 1,75 Milliarden Euro als Ausgleich für die Stilllegung der Kohlekraftwerke. Doch Merz' Aussagen könnten den Zeitplan für das Ende der Kohleverstromung in Deutschland weiter nach hinten schieben.

Die Debatte über den deutschen Kohleausstieg verschärft sich angesichts wachsender Sorgen um die Energiesicherheit. Während Merz eine Verlängerung des Kraftwerksbetriebs vorschlägt, bestehen die Grünen auf einem verbindlichen Fahrplan für den Ausstieg. Mit bereits verplanten Milliardeninvestitionen für den Umbau der Lausitz in Richtung Erneuerbare könnte jede Verzögerung die Transformationspläne der Region grundlegend verändern.

Quelle