Merz und Montenegro stärken deutsch-portugiesische Partnerschaft in Wirtschaft und Verteidigung
Jonas HoffmannMerz und Montenegro stärken deutsch-portugiesische Partnerschaft in Wirtschaft und Verteidigung
Bundeskanzler Friedrich Merz treibt die Vertiefung der Beziehungen zu Portugal in den Bereichen Handel und Verteidigung voran. Der Besuch des portugiesischen Ministerpräsidenten Luís Montenegro in Berlin diese Woche steht im Zeichen einer engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Beide Regierungschefs wollen zudem neue Chancen in den Bereichen Verteidigung und Technologie ausloten.
Im Rahmen der Gespräche betonte Merz die wachsenden Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern. Er verwies auf die Erfolge deutscher Unternehmen, die zu einem Anstieg der portugiesischen Technologieexporte um 150 Prozent im Jahr 2025 beigetragen hätten. Montenegro würdigte dieses Wachstum und führte es maßgeblich auf deutsche Investitionen zurück.
Thema war auch eine mögliche Zusammenarbeit zwischen der Lufthansa und TAP Air Portugal. Merz bezeichnete eine solche Partnerschaft als große Chance für beide Fluggesellschaften. Darüber hinaus einigten sich die Politiker auf die Notwendigkeit neuer Handelsabkommen, um die Geschäfte mit Drittstaaten auszuweiten.
Im Verteidigungsbereich brachte Merz den möglichen Kauf des deutschen Schützenpanzers Boxer durch Portugal ins Spiel. Ein solches Geschäft könnte die militärische Integration beider Länder stärken. Unterdessen arbeiten die Digitalisierungsminister beider Staaten bereits an gemeinsamen Projekten, um die digitale Transformation zu beschleunigen. Merz verwies auf die starke portugiesische Nachfrage nach deutscher IT-Expertise – ein Zeichen für weitere Kooperationen im Technologiebereich.
Die Gespräche in Berlin haben klare Prioritäten für die deutsch-portugiesischen Beziehungen gesetzt. Wirtschaftliche Verflechtung, sicherheitspolitische Zusammenarbeit und digitale Innovation werden die künftige Partnerschaft prägen. Beide Seiten streben nun an, die Diskussionen in den kommenden Monaten in konkrete Vereinbarungen umzusetzen.






