Netflix und die Sussexes: Warum die Millionen-Partnerschaft scheitert
Anna SchmittAccusations und schwindendes Vertrauen? - Netflix und die Sussexes: Warum die Millionen-Partnerschaft scheitert
Ungewisse Zukunft: Netflix und die Partnerschaft mit Prinz Harry und Meghan Markle
Nach fünfeinhalb Jahren steht die Zusammenarbeit zwischen Netflix und Prinz Harry sowie Meghan Markle auf der Kippe. Seit dem Abschluss eines mehrjährigen Millionen-Deals im Jahr 2020 hat der Streaming-Riese mit ihrer Produktionsfirma Archewell nur eine Handvoll Projekte veröffentlicht. Aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass die Kooperation über die bestehende Vertragslaufzeit hinaus nicht fortgesetzt wird.
Ab August 2025 wird die exklusive Vereinbarung des Paares mit Netflix in eine weniger verbindliche "First-Look"-Regelung umgewandelt. Doch mit nur wenigen neuen Projekten in der Pipeline und wachsender Unzufriedenheit hinter den Kulissen bleibt die Zukunft der kreativen Partnerschaft ungewiss.
Seit 2020 haben Netflix und Archewell Productions lediglich vier größere Projekte realisiert: die Dokumentation "Harry & Meghan" (2021), die Doku-Serie "Live to Lead" (2022), den Film "The Heart of Invictus" (2021) sowie die Übertragungen der Invictus Games in den Jahren 2022, 2023 und 2025. Darüber hinaus ist kaum nennenswerter Original-Content entstanden – was Fragen zur Produktivität des Deals aufwirft. Zwei Filmprojekte, "Meet Me at the Lake" und "The Wedding Date", stecken zwar in der Entwicklung, doch Fortschritte bleiben aus.
Brancheninsider berichten, Teile Hollywoods hielten Abstand zu den Sussexes. Filmemacher und Agenten zeigten wenig Interesse an einer Zusammenarbeit mit Archewell, während Netflix-Manager laut Berichten in internen Meetings Frustration über die Arbeitsweise des Paares äußerten. Einige Quellen beschreiben, Meghan unterbreche Harry regelmäßig oder formuliere seine Ideen um; zudem soll sie bereits mehrmals abrupt aus Zoom-Konferenzen ausgestiegen sein. Netflix-Chef Ted Sarandos habe scherzhaft angemerkt, er nehme ihre Anrufe nur noch entgegen, wenn ein Anwalt anwesend sei.
Ein weiterer Schwerpunkt der Partnerschaft lag auf Meghans Lifestyle-Marke "As Ever" und der dazugehörigen Serie "With Love, Meghan". Doch das Vorhaben floppte kommerziell – Netflix sitzt nun auf unsoldierten "As Ever"-Waren im Wert von rund 10 Millionen Dollar. Kritiker monieren, das Publikum habe längst kein Interesse mehr an der royalen Vergangenheit der Sussexes, sodass weitere Projekte mit Bezug zu ihrer Privatsphäre kaum noch auf Resonanz stoßen dürften.
Mit dem Auslaufen des aktuellen Vertrags ist noch unklar, wie Netflix mit Archewell weitermachen wird. Die Umstellung auf ein "First-Look"-Modell ab 2025 bietet zwar Flexibilität, deutet aber auf ein reduziertes Engagement hin. Bisher hat es die Produktionsfirma des Paares nicht geschafft, neue prestigeträchtige Projekte an Land zu ziehen – und die zurückhaltende Haltung der Branche lässt auf schwierige Zeiten schließen.






