Neuauszählung in Wiesbaden ändert Stadtrats-Sitzverteilung dramatisch
Jonas HoffmannNeuauszählung in Wiesbaden ändert Stadtrats-Sitzverteilung dramatisch
Neuauszählung der Wiesbadener Kommunalwahl verändert Zusammensetzung des Stadtrats
Eine Neuauszählung der Kommunalwahl in Wiesbaden hat die Sitzverteilung im Stadtrat verändert. Die Anpassungen folgen auf Bedenken wegen fälschlich für ungültig erklärter Stimmen im Stadtteil Nordost. Eine Partei gewinnt einen Sitz hinzu, eine andere verliert ihn.
Das Wahlgremium hatte Unregelmäßigkeiten im Briefwahlbezirk Nordost festgestellt. Zahlreiche Stimmzettel waren zu Unrecht aussortiert worden, weil Wähler zwei Parteilien markiert, aber zusätzlich Einzelkandidaten ausgewählt hatten. Daraufhin schlug das Gremium eine Wiederholungswahl für diesen Wahlbezirk vor.
Die Neuauszählung veränderte die endgültige Sitzverteilung: Die CDU verfügt nun über 21 statt 22 Sitze und verliert damit einen Vertreter. Lukas Haker von Die Partei zieht erstmals in das Stadtparlament ein. Der CDU-Kandidat Martin Woitschell scheidet aufgrund der Änderungen aus.
Die aktualisierte Sitzverteilung lautet: CDU 21, SPD 18, Grüne 12, AfD 10, Linke 6, FDP 4, Volt 4, Pro Auto 1, Die Partei 1, Partei für Gerechtigkeit 1, BSW 1, FWG 1, PdF 1 und Freie Wähler 1. Die BLW ist nicht mehr vertreten.
Die Verschiebung könnte Auswirkungen auf die Regierungsbildung haben. Die amtierende Koalition könnte nun über ausreichend Unterstützung verfügen, um an der Macht zu bleiben.
Die Neuauszählung hat den Wiesbadener Stadtrat neu geformt: Die Partei erhält erstmals ein Mandat, die CDU verliert einen Sitz. Die Änderungen beeinflussen auch die Koalitionsverhandlungen und könnten die Position der aktuellen Regierung stärken. Eine Wiederholungswahl im Stadtteil Nordost bleibt weiterhin im Gespräch.






